RADSPORT: Urner kritisieren Swiss Cycling wegen höherer Beiträge

Swiss Cycling will, dass regionale Velovereine pro Jahr höhere Beiträge leisten. In der Folge verliert der nationale Dachverband Mitglieder.

Anian Heierli
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Der Silener Profi Reto Indergand an der Mountainbike-WM 2013 in Südafrika. (Bild: Key/Maxime Schmid)

Der Silener Profi Reto Indergand an der Mountainbike-WM 2013 in Südafrika. (Bild: Key/Maxime Schmid)

Einerseits klagen Urner Radsportvereine über fehlenden Nachwuchs. Andererseits sind einige unter ihnen nicht bereit, die Jugend auf nationaler Ebene finanziell zu fördern. So verliert Swiss Cycling momentan schweizweit die Unterstützung lokaler Radsport-Vereine. Allein im Kanton Uri haben kürzlich folgende fünf Klubs den nationalen Dachverband verlassen: RMV Klausen-Unterschächen, Urbikers, VMC Schattdorf, VMC Bürglen und der VMC Spiringen. Der Ausstiegsgrund ist eine plötzliche Erhöhung der Mitgliederbeiträge von Swiss Cycling.

10 Franken pro Kopf

An der DV vom 23. März 2013 haben die Stimmberechtigten von Swiss Cycling entschieden, dass neu jeder Verein für sämtliche Passivmitglieder einen jährlichen Pro-Kopf-Beitrag von 10 Franken zahlen muss. Passivmitglieder fahren keine Rennen mit Lizenzpflicht, darunter fallen auch Ehren- und Freimitglieder. Bislang mussten Vereine dem Dachverband lediglich einen jährlichen Pauschalbeitrag von 100 Franken abgeben. Ausserdem zahlen alle sogenannten A-Mitglieder – beispielsweise ambitionierte Sportler, die Rennen bestreiten – einen Jahresbeitrag von 75 Franken.