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Raiffeisenbank ist auf Kurs - Mitglieder befürworten Fusion

An der GV konnte die Raiffeisenbank Urner Unterland trotz schwierigem Umfeld und tiefen Zinsen ein gutes Jahresergebnis präsentieren. Der Gewinn stieg um 0,6 Prozent auf 599’223 Franken. Mehr Kosten waren im Personal- und Sachaufwand zu verzeichnen.
Paul Gwerder
Der neugewählte Verwaltungsrat (von links): Urs Aschwanden, Manuela Cathry, Präsident Markus Christen, Peter Perren, Angela Dillier-Gamma, Toni Epp und Elda Saurer. (Bild: Paul Gwerder, Altdorf, 15. März 2019)

Der neugewählte Verwaltungsrat (von links): Urs Aschwanden, Manuela Cathry, Präsident Markus Christen, Peter Perren, Angela Dillier-Gamma, Toni Epp und Elda Saurer. (Bild: Paul Gwerder, Altdorf, 15. März 2019)

«Das Bankengeschäft ist im Umbruch. Trotzdem wollen wir auch in Zukunft eine Bank mit kompetenten Mitarbeitern, denen die Kundinnen und Kunden vertrauen können», sagte Verwaltungsratsratspräsident Peter Perren am Freitag an der 112. Generalversammlung der Raiffeisenbank Urner Unterland. 648 Genossenschafterinnen und Genossenschafter waren gekommen, davon 296 ins Theater Uri und 352 in den Uristier-Saal, wo die GV live übertragen wurde.

Im Jahresbericht erwähnte Perren: «Wir sind in der Region verwurzelt, kennen unseren Kanton, das lokale Geschehen sowie den hiesigen Markt.» In einem dynamischen Umfeld mit einer grossen Flut von Informationen im Wirtschafts- und Bankenbereich glaubt der Präsident an die Raiffeisenbank mit ihren verständlichen genossenschaftlichen Grundsätzen.

Negative Schlagzeilen über Raiffeisenbank Schweiz

Beat Bütikofer, Vorsitzender der Bankleitung, sprach von einem «bewegten» vergangenen Jahr für die Raiffeisenbank. «Die Einführung der neuen Kernbanken-Applikation, Vorbereitungsarbeiten zur geplanten Fusion mit der Raiffeisenbank Urner Oberland, sowie negative Presseberichte zu Entwicklungen bei Raiffeisen Schweiz stellten für unsere Bank grosse, zusätzliche Herausforderungen dar.» Trotzdem konnte die Bank ihre Kundenausleihungen auch im vergangenen Jahr weiter ausbauen. Die Hypothekarforderungen stiegen um 4,5 Prozent auf 489,1 Millionen Franken. Die Raiffeisenbank behauptet somit erfolgreich ihre starke Position im Hypothekargeschäft.

Raiffeisen Urnerland hat nun 11’900 Mitglieder

Wie bereits angekündigt, planen die Raiffeisenbanken Urner Oberland und Urner Unterland einen Zu­sammenschluss. Die neue Bank heisst Raiffeisenbank Urnerland. «Damit die veränderten Kundenbedürfnisse besser abgedeckt werden können, ist dieser Schritt wichtig», betonte Peter Perren an der GV. «Ich garantiere Ihnen, dass Sie am Hauptsitz in Altdorf, sowohl auch in Schattdorf, Erstfeld und Andermatt von unseren Beratern persönlich am Schalter bedient werden.»
Bei der Abstimmung über die Fusion sagten 603 Genossenschafter «Ja» zur Fusion, nur 15 Mitglieder stimmten dagegen.

Für die nächsten vier Jahre ist Markus Christen aus Andermatt als neuer Verwaltungsratspräsident der Raiffeisenbank Urnerland gewählt worden. Zudem wurden Peter Perren als Vizepräsident und als Mitglieder Angela Dillier Gamma, Elda Saurer, Urs Aschwanden, Manuela Cathry und Toni Epp in den ­Verwaltungsrat gewählt. Beat Bütikofer führt die Bank als Vorsitzender zusammen mit den Mitgliedern aus der heutigen Bankleitung, Urs Arnold, Marco Gnos und Rolf Infanger.
Die Genossenschafter der Raiffeisenbank Urner Oberland haben bereits am 9. März an ihrer GV in Andermatt Ja zur Fusion gesagt. Nach dem Zusammenschluss hat die Raiffeisenbank Urnerland 11’900 Mitglieder und beschäftigt 46 Mitarbeiter.

Bei den Kundeneinlagen verzeichnet die Raiffeisenbank einen Zufluss von 4,9 Prozent auf 488,5 Millionen Franken. «Der Zufluss zeigt das Vertrauen unserer Kunden in unsere Bank», sagte Bütikofer. Die Situation auf der Ertragsseite ist ebenfalls erfreulich. Der Geschäftsertrag ist um 0,8 Prozent gestiegen. Der Geschäftserfolg vor Abschreibungen und Rückstellungen von 3,14 Millionen Franken liegt 2 Prozent unterhalb des Vorjahreswerts. Nach Rückstellungen, Abschreibungen und Steuern verbleibt ein Jahresgewinn von 599’223 Franken, was einem Plus von 0,6 Prozent entspricht.

Ein Anstieg ist im Geschäftsaufwand zu verzeichnen. Etwas mehr Personalaufwand (+1,4 Prozent) und ein höherer Sachaufwand (+6,0) lassen die Geschäftskosten gesamthaft um 3,1 Prozent steigen. Die Cost-Income-Ratio liegt mit 55 Prozent weiterhin auf einem sehr guten Niveau. Die Raiffeisenbank Urner Unterland hat rund 19 Vollzeitstellen, verteilt auf 25 Personen.

Leichter Rückgang bei Mitgliederzahl

Das Zinsengeschäft bleibt die wichtigste Ertragsquelle der Raiffeisenbank. Der Bruttoertrag nahm um 1,2 Prozent auf 5 734 697 Franken zu. Ein gutes Jahr bringt auch höhere Steuern mit sich. Diese belaufen sich für 2018 auf 369’305 Franken (2017: 349 740). Im vergangenen Jahr stieg die Bilanzsumme um 4,9 Prozent auf rund 588 Millionen Franken. Die Zahl der Mitglieder ist im vergangenen Geschäftsjahr um acht Mitglieder auf 7427 leicht gesunken. Das voll librierte Genossenschaftskapital von 1 485 400 Franken ist aufgeteilt auf 7427 Genossenschaftsanteilscheine.

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