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Urner Randregionen werden besser erschlossen

Mit der Eröffnung des Kantonsbahnhofs schlägt Uri ab Dezember 2021 ein neues Kapital auf. Darin sollen ländliche Gebiete nicht zu kurz kommen.
Christian Tschümperlin
Ein Postauto fährt auf der Linie Altdorf - Isenthal. Diese soll künftig den Kantonsbahnhof ansteuern. (Bild: Philipp Schmidli, März 2017).

Ein Postauto fährt auf der Linie Altdorf - Isenthal. Diese soll künftig den Kantonsbahnhof ansteuern. (Bild: Philipp Schmidli, März 2017).

Der Göschener FDP-Landrat Peter Tresch macht sich Sorgen um die Erschliessung der Randregionen mit dem öffentlichen Verkehr. Der Regierungsrat hat aufgrund eines Postulats von Tresch einen Bericht zur «öV-Erschliessung der ländlichen Regionen im Kanton Uri ab Dezember 2021 in Auftrag gegeben. Dieser liegt nun vor. Darin wird aufgezeigt, dass auch ländliche Regionen von der Inbetriebnahme des Kantonsbahnhofs in Altdorf profitieren werden.

Die Verkehrsverbindungen von und nach Isenthal und Unterschächen werden neu auf den Kantonsbahnhof Altdorf ausgerichtet. «Ziel ist es, die lokalen Anschlüsse weiterhin sicherzustellen und die Kurse an die neuen, direkten und schnelleren Verbindungen nach Norden und Süden anzubinden», heisst es in dem Bericht. Ab 2021 halten Intercity-Züge systematisch alle zwei Stunden in Altdorf.

Verkehrsknoten Erstfeld wird ab 2020 aufgewertet

Das Maderanertal und das Obere Reusstal profitieren indirekt vom Ausbau des Angebots auf der Schiene. Die Buserschliessung richtet sich auch künftig nach dem nächsten Verkehrsknoten Erstfeld, der mit dem neuen Fahrplankonzept der Südostbahn (SOB) ab Dezember 2020 aufgewertet wird. Mit dem neuen SBB-SOB-Konzept wird Göschenen in Richtung Norden mit der durchgehenden Linie, insbesondere aber auch in den Randzeiten, besser bedient. Auf der Gotthard-Bergstrecke verkehren wieder durchgehende Interregio-Züge zwischen Basel/Zürich und Locarno mit einem zusätzlichen Halt im neuen Kantonsbahnhof Altdorf. Zusätzliche Verbindungen der Matterhorn-Gotthard-Bahn gewährleisten die Anschlüsse von und nach Andermatt. Die Erschliessung des Urserntals erfolgt weiterhin primär über den Bahnhof Göschenen. Zusätzliche Angebote wie zum Beispiel Sprinterzüge, Schnellbusse oder auch verlängerte Bahnersatzkurse werden für die Verbindung zwischen Andermatt-Göschenen und Altdorf angestrebt, sofern die Wirtschaftlichkeit gegeben sein wird.

Der Bericht hält aber auch fest, dass ein genereller Ausbau des Angebots des öV-Linienbetriebs in den ländlich geprägten Gebieten mit mehr Linien oder engerem Fahrplan wenig realistisch ist. Als Grund nennt er den bereits hohen Erschliessungsgrads, aber auch die wegen der begrenzten Nachfrage eher tiefe Wirtschaftlichkeit. Zusätzliche Angebote müssten der Kanton und die Gemeinden ohne Bundesbeteiligung finanzieren.

An ihrer Sitzung vom 26. Juni 2019 hat die kantonale Verkehrskommission den Bericht positiv zur Kenntnis genommen. Gestützt auf seine Ausführungen beantragt der Regierungsrat dem Landrat an seiner Session vom Mittwoch, 13. November, den Bericht ebenfalls zur Kenntnis zu nehmen und das Postulat von Peter Tresch als materiell erledigt abzuschreiben.

Tresch hatte in seinem Vorstoss vom 15. März 2017 die mangelhafte öV-Erschliessung der ländlichen Regionen moniert. Er ersuchte daher den Regierungsrat, in einem Bericht zu beantworten, wie die Urner Seitentäler (Hinteres Schächental, Maderanertal, lsenthal, oberes Reusstal und das Urserntal) ab der Inbetriebnahme des Kantonsbahnhofs Altdorf besser mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen werden können.

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