RAUCHEN: «Es wird nur vereinzelt Fumoirs geben»

Regierungsrat Fryberg ist überzeugt. Der Aufwand, ein Raucherzimmer einzurichten, ist zu gross. Deshalb wird es nun wohl draussen lauter.

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In Uri verschwinden Aschenbecher und Zigaretten vielerorts aus den Restaurants. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

In Uri verschwinden Aschenbecher und Zigaretten vielerorts aus den Restaurants. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Am 1. September tritt das Rauchverbot in Kraft. Für die Gastrobetreiber verbleiben nur noch rund drei Monate Zeit, Fumoirs einzurichten.

Der Urner Gesundheitsdirektor Stefan Fryberg glaubt aber nicht, dass viele Beizen handeln werden. «Die baulichen Massnahmen, die zu treffen sind, und der Aufwand sind für die Wirte schlicht zu gross. Wohl kaum ein Beizer wird eine Wand mitten durch sein Restaurant bauen», sagt Fryberg.

Auch im Winter im Freien
Es ist davon auszugehen, dass Restaurantbesucher künftig draussen vor der Beiz sich ihre Zigarette gönnen. «Für die Raucher ist dies bestimmt kein Problem», so Fryberg. «In Andermatt, wo rauchfreie Betriebe vereinzelt bereits Realität sind, stehen die Raucher sogar im dicksten Winter draussen.»

Deshalb hofft Fryberg, dass die Wirte für ihre Gäste auch vor dem Lokal Aschenbecher aufstellen werden. Der unangenehme Nebeneffekt: «Vielleicht wird es nun vermehrt Nachtruhestörungen geben», befürchtet Fryberg. «Ich hoffe aber, dass es nicht so weit kommt.»

Elias Bricker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Urner Zeitung.