REAKTION: Abwasser Uri ist enttäuscht vom Resultat

Der Verwaltungsrat der Abwasser Uri hat die Ablehnung der Tarifordnung mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Er zeigt sich enttäuscht, dass es nicht gelungen sei, die Urner mit «sachlichen Argumenten von der Ausgewogenheit der Tarifordnung zu überzeugen».

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Heini Sommer, Verwaltungsratspräsident der Abwasser Uri. (Archivbild pd)

Heini Sommer, Verwaltungsratspräsident der Abwasser Uri. (Archivbild pd)

Das negative Ergebnis müsse auch als «Misstrauen gegenüber den Urner Gemeinden und als mangelnde Solidarität gewertet werden», heisst es weiter. Diese hätten sich als Eigentümerinnen im Abstimmungskampf aktiv engagiert, um die erheblichen negativen finanziellen Konsequenzen eines Neins abzuwenden.

Das Abstimmungsergebnis widerspiegle den intensiven und emotional geführten Abstimmungskampf. Die Abwasser Uri respektiere den Entscheid der Urner Bevölkerung. Man werde das Ergebnis nun analysieren und zusammen mit ihren Eigentümerinnen – den 20 Urner Gemeinden – nach Lösungen suchen.

Generalversammlung tut Not
Die Abwasser Uri werde die Delegierten der Gemeinden nun unverzüglich zu einer ausserordentlichen Generalversammlung einladen. An dieser Versammlung müsse die Rechnungsstellung für das Jahr 2008 beschlossen werden, welche für dieses Jahr durch die Gemeinden zu erfolgen hat. Zudem müssten die möglichen Sanierungsmassnahmen zur Deckung des Defizits von rund 4 Mio. Franken diskutiert werden. Schliesslich gelte es auch das Vorgehen zur Erarbeitung einer neuen Tarifordnung zu besprechen.

Die Abwasser Uri wird gemäss Medienmitteilung «trotz diesem schwierigen Start ihren gesetzlichen Auftrag, nämlich der Einführung von kostendeckenden und verursacherorientierten Abwassergebühren im ganzen Kanton Uri, weiterverfolgen. Fakt ist, dass trotz der Ablehnung der Tarifordnung 2008 die Kosten der Abwasserentsorgung im Kanton Uri nicht tiefer geworden sind.»

scd