Reaktionen zum Wahltag: «Natürlich schmerzt der Sitzverlust»

Die CVP legt zu, die Rot-Grüne-Allianz hält ihre Landrats-Sitze und die FDP spricht erst von einem Zwischenstand: Nun äussern sich die Parteien zu den Resultaten des Wahlsonntags.

Marielle Heeb
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Die CVP feierte die Wahl von Daniel Furrer und die Sitzgewinne im Landrat.(Altdorf, 8. März 2020)
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Die Genossen freuten sich, dass Dimitri Moretti im ersten Wahlgang die Wiederwahl in die Regierung gelang. (Altdorf, 8. März 2020)
Bei der FDP war man zwar enttäuscht, dass es Georg Simmen nicht in den Regierungsrat schaffte, dafür erzielte er ein Glanzresultat im Landrat.
Bei der SVP gratulierte Pascal Blöchlinger Christian Arnold. (Altdorf, 8. März 2020).

Die CVP feierte die Wahl von Daniel Furrer und die Sitzgewinne im Landrat.(Altdorf, 8. März 2020)

Christian Tschümperlin / Urner Zeitung

62 der 64 Landratssitze konnten am vergangenen Wahlsonntag bereits vergeben werden – nur in Seedorf und in Göschenen gibt es je noch einen offenen Sitz. Die CVP besetzt neu 24, gewinnt also zwei Sitze, und zeigt sich zufrieden: «Wir hatten wirklich sehr gut qualifizierte Kandidatinnen und Kandidaten im Rennen. Das hat das Urner Stimmvolk honoriert», schriebt die CVP Uri in einer Medienmitteilung. Parteipräsident Flavio Gisler spricht sogar von einem «Turnaround» der Urner CVP.

«So herausgekommen, wie wir es uns vorgestellt haben»

Auch die Wahlallianz der SP, Grünen, der Juso und dem Gewerkschaftsbund ist mit dem Ausgang der Land- und Regierungsratswahlen zufrieden. «Es ist so herausgekommen, wie wir es uns vorgestellt haben», so der Kampagnenleiter Viktor Nager. Weiter betont die Wahlallianz in ihrer Medienmitteilung den «Sonderfall» Dimitri Moretti: Der 47-jährige Erstfelder wurde als bisheriger Regierungsrat der SP im ersten Wahlgang wiedergewählt. Er bleibe so der einzige Sozialdemokrat, der in einer Zentralschweizer Regierung sitzt. «Ich danke allen Urnerinnen und Urnern, die mir ihre Stimme und ihr Vertrauen für vier weitere Jahre gegeben haben», sagte Dimitri Moretti, der sich in seiner zweiten Amtszeit weiter engagiert für links-grüne Anliegen im Urner Regierungsrat einsetzen will.

Erklärtes Ziel der Allianz war es, die bisherige Zahl von 9 Mandaten im Landrat zu halten. Dies wurde erreicht. Obwohl sie damit zwar die kleinste Fraktion im Urner Landrat bleibt, freuen sie sich über das erreichte Anliegen des Frauenanteils: Der Anteil von 55 Prozent Frauen beweise deutlich, wie ernst sie die Frauenanliegen und die Gleichberechtigung nehme, so die Allianz.

Frauenanteil erhöht 

Natürlich schmerzt der Sitzverlust in der Urner Regierung, so die FDP Uri in ihrer Medienmitteilung. Trotzdem seien ihre beiden Kandidaten Roger Nager und Urs Janett mit einem Glanzresultat wiedergewählt worden, was erfreulich sei. «Im Landrat haben wir 16 von bisher 18 Sitzen erfolgreich halten und den Frauenanteil erhöhen können», erklärt Ruedi Cathry aus Schattdorf, Präsident der FDP Uri, zum aktuellen Zwischenstand.

Die FDP werde sich aber Gedanken machen, welche Massnahmen in den beiden übrigen Gemeinden für den zweiten Wahlgang getroffen werden soll. Die rot-grüne Allianz sieht in dem zweiten Wahlgang die Möglichkeit, mit Soraya Sägesser und Céline Walker zusätzliche Sitze zu gewinnen. Auch die CVP meint: «Zu den zwei Sitzgewinnen könnten im zweiten Wahlgang allenfalls noch weitere Gewinne dazukommen.»