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REALITY-TV: Urner verzaubert die «Bachelorette»

Der Bachelorette-Finalist Oliver Schmid hat Urner Wurzeln. Wie sich sein Leben verändert hat und warum er sich wie Justin Bieber fühlt, verrät er im Gespräch.
Franziska Herger
Oliver Schmid beim Muskeltraining. (Bild: Franziska Herger / Screenshots 3 +)

Oliver Schmid beim Muskeltraining. (Bild: Franziska Herger / Screenshots 3 +)

Franziska Herger

Oliver Schmid ist Personal Trainer, Bachelorette-Finalist, seit neustem Promi – und Urner. «Nur auf dem Papier», lacht der 30-Jährige. «Mein Heimatort ist Altdorf, und meine Mutter wohnt in Flüelen.» Er selber hat jedoch nie in Uri gelebt und möchte das auch nicht ändern. «Mir gefällt Zürich. Ich komme aber immer gern nach Flüelen zu Besuch.»

Die richtige Entscheidung getroffen

Viel Zeit für Besuche im Urnerland dürfte Schmid, genannt «Oli», in nächster Zeit nicht haben. Seit dem Finale von «Die Bachelorette» auf 3 + am vergangenen Montag hat er keine ruhige Minute mehr. «Alle kennen mich. Wenn ich in Zürich in den Ausgang gehe, kann ich keinen Meter laufen, ohne dass mich jemand kennt.»

Und das, obwohl Oliver die Bachelorette Zaklina in der Finalsendung sitzen liess und freiwillig nach Hause ging. Er fühlte sich nicht bereit für eine Frau mit Kind. Oliver steht zu seiner Entscheidung: «Ich habe Zaklina in den fünf Wochen in Thailand nur vier Mal allein getroffen. Da kann man sich nicht richtig kennen lernen.» Zaklina sei jedoch eine gute Freundin geworden. «Wir sehen uns jede Woche, trainieren zusammen und reden über alles.»

TV-Auftritt ist ein voller Erfolg

Trotz dem abrupten Ende erinnert sich Oliver gern an die Dreharbeiten. «Ich vermisse es richtig. Es war ein Riesenabenteuer.» Dabei war sich Oliver anfangs gar nicht sicher, ob er als Bachelorette-Kandidat nach Thailand möchte. Als ihn seine Bekannte, die Ex-Bachelorette Frieda Hodel, bei 3 + als Kandidat vorschlug, fragte er sein Umfeld um Rat. «Meine Mutter war anfangs etwas skeptisch. Man weiss ja, dass sich die Leute schnell über die Kandidaten lustig machen.» Den Ausschlag gegeben hätten dann seine Kunden. «Ich trainiere die grössten Unternehmer der Zürcher Bahnhofstrasse. Sie empfahlen mir alle, teilzunehmen.»

Es hat sich gelohnt: «Die Bachelorette» ist die meistgesehene Sendung in der Geschichte von 3 + und auch für Oliver ein voller Erfolg. Während die meisten Männer wohl nie vor der ganzen Nation für die Gunst einer Frau Holz hacken, wettschwimmen und intime Details preisgeben möchten, ist Oliver auf den TV-Geschmack gekommen: Der Zürcher wird im Juni bei «Das Promi-Grillen» auf Sat 1 zu sehen sein. Auch beruflich hat er von seinem TV-Auftritt profitiert. «Ich bin als Personal Trainer jetzt viel bekannter. Mein Geschäft läuft super.» Daneben wird er häufig für Events gebucht. «Ich bringe Besucher, weil viele Fans mich sehen wollen.»

Auch Olivers Mutter Angelika Valsecchi freut sich über den Erfolg ihres Sohnes. «Viele Nachbarn in Flüelen haben mich auf meinen Sohn angesprochen. Ich hatte nur positive Rückmeldungen.» Den Vorwurf, die Sendung sei oberflächlich, lässt sie nicht gelten. «Die Kandidaten haben sich wirklich super verstanden. Als Oli in Flüelen seinen dreissigsten Geburtstag gefeiert hat, ist plötzlich auch sein Mitkandidat ‹Party-Marti› aufgetaucht. Das zeigt mir, dass das alles nicht nur Show war.» Für Oliver waren die Eifersüchteleien, die am TV zu sehen waren, halb so wild: «Nach Streitigkeiten haben wir ein Bier getrunken, dann war alles wieder gut. Wir verstanden uns so gut, dass es fast nichts zu lästern gab.»

Keine dummen Sprüche

Doch nicht alle Kandidaten sehen die Sendung so positiv wie Oliver: «Ich bin wohl einer der wenigen, die es noch einmal machen würden. Manche sind etwas peinlich dagestanden.» Er selber habe versucht, möglichst authentisch zu bleiben. «Ich wollte dumme Sprüche vermeiden. Das ist mir relativ gut gelungen.»

Tatsächlich zeichnete sich Oliver in der Sendung vor allem dadurch aus, was er alles nicht gesagt und getan hat. Kein Händelesen (Markus), kein Reden von sich selber in der dritten Person (Sid), und die Antwort auf die Frage nach seinen besonderen Eigenschaften war auch nicht «Meine Brusthaare» (Thomas). Wenn er überhaupt etwas gesagt hat, war es eher lustig (Oliver zu der zitternden Zaklina: «Du vibrierst wie ein Handy.»). Trotzdem machte er sich vor der Ausstrahlung der Sendung Sorgen. «Die geschnittene Version hatte ich ja noch nie gesehen. Ich hätte im Fernsehen auch ganz anders wirken können als in echt. Doch zum Glück bin ich gut rübergekommen.»

Die letzte Folge von «Die Bachelorette» wird am Montag, 13. Juni, auf 3 + zu sehen sein. Sie wird auch zeigen, ob Zaklina nun wirklich mit ihrem Auserwählten, dem ruhigen Michael, zusammen ist. Oliver hat nur nette Worte für seinen Konkurrenten übrig: «Er ist eine gute Wahl.» Oliver selber geniesst derweil das Single-Leben: «Ich erhalte viel Aufmerksamkeit. Im Ausgang komme ich mir manchmal vor wie Justin Bieber.»­

Oliver Schmid in den Szenen von «Die Bachelorette» von 3 +. (Bild: Franziska Herger / Screenshots 3 +)

Oliver Schmid in den Szenen von «Die Bachelorette» von 3 +. (Bild: Franziska Herger / Screenshots 3 +)

Oliver Schmid in den Szenen von «Die Bachelorette» von 3 +. (Bild: Franziska Herger / Screenshots 3 +)

Oliver Schmid in den Szenen von «Die Bachelorette» von 3 +. (Bild: Franziska Herger / Screenshots 3 +)

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