REALP: Das Kraftwerk läutet Zukunft ein

Mit einem Fest für die ganze Bevölkerung hat das Elektrizitätswerk Ursern (EWU) am Samstag sein neues Kraftwerk in Realp eingeweiht.

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Das Grafitto am neuen Kraftwerk Realp. (Bild Georg Simmen/Neue UZ)

Das Grafitto am neuen Kraftwerk Realp. (Bild Georg Simmen/Neue UZ)

Vor dem alten «Maschinenhaus», wie der alte Kraftwerkbau von den Realperinnen und Realpern liebevoll genannt wird, stand eine Bank aus Holz. Auf dieser Bank sassen früher die Maschinenhauswärter tagaus und tagein.

Sie überwachten den Gang der Maschinen, rauchten dabei gemütlich ein Pfeifchen, und bei schönem Wetter wurde hie und da vor dem «Maschinenhaus» ein Jass geklopft.

Fernsteuerung statt Maschinenhauswärter
Die Zeit der Maschinenhauswärter ist schon länger vorbei. Aber das Bänklein wird vom EWU restauriert und in der nächsten Zeit vor dem neuen Kraftwerk aufgestellt. Auf dem neuen Bänklein werden keine Maschinenhauswärter mehr Platz nehmen.

Schon das alte Kraftwerk wurde in den letzten Jahren aus der Zentrale des EWU in Andermatt ferngesteuert. Das neue Kraftwerk kann auch mehr leisten als das alte: «Mit dem neuen Kraftwerk konnten wir die Leistung verdoppeln», sagte Betriebsleiter Markus Russi anlässlich der Einweihung des Kraftwerks. Die neue Anlage könne 890 Kilowatt leisten, so Russi weiter. Damit sollen im Jahr rund 4 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt werden.

Das alte KW Realp wurde im Frühjahr 1915 fertiggestellt. Im Jahr 1944 wurde es um eine Turbinen- und Generatorgruppe erweitert. In den vergangenen 92 Jahren hat dieses Kraftwerk 200 Millionen Kilowattstunden produziert.

Kunst am Kraftwerk
Auch der Kunst zollt das neue Kraftwerk seinen Tribut. Eine schattenhafte Menschenfigur schaut auf die Besucher der neuen Kraftwerkhalle herab. Gelbe, blaue und violette Pfeile umrahmen diese Figur.

Auch die grosse Rückwand der Halle ist nicht einfach nur weiss: Ein Kunstwerk ziert nun diese Wand. Es handelt sich um ein Graffito, das die erneuerbare Energie aus Wasser, Wind und Sonne mit dem Menschen als Konsument im Mittelpunkt symbolisieren soll.

Georg Simmen

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Urner Zeitung.