Realp: Führerlose Lokomotive entgleist

Im September war in Realp eine führerlose Lokomotive der Matterhorn-Gotthard-Bahn weggerollt und entgleist. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden allerdings ist beträchtlich.

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Der Unfall ereignete sich am 25. September um zirka 12 Uhr, wie die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) am Donnerstag mitteilte.

Bei einer Baustelle auf der alten Furka-Bergstrecke zwischen Realp und Tiefenbach war eine Diesellokomotive der Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB) abgestellt worden. Mehrere Stunden später rollte sie unbemerkt weg, entgleiste rund 700 Meter weiter in einer Kurve und kam etwa zwei Meter neben der Gleisachse aufrecht zum Stillstand. Es befand sich kein Lokführer auf der Lokomotive.

Die Lokomotive der MGB wurde am kompletten Fahrwerk und seitlich am Wagenkasten stark beschädigt. Am Gleis und an der Zahnstange gab es geringe Beschädigungen. Die Infrastruktur wird von der Dampfbahn-Furka-Bergstrecke AG unterhalten. (pd/dvm)

Vorbericht_201809_SUST.pdf

Für mehr Sicherheit

Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) ist die staatliche Behörde der Schweizerischen Eidgenossenschaft, welche den Auftrag hat, Unfälle und gefährliche Ereignisse von Bahnen, Luftfahrzeugen und Schiffen zu untersuchen. Durch diese Tätigkeit sollen nicht nur die unmittelbaren Ursachen solcher Ereignisse ermittelt, sondern auch deren tieferliegende Gründe und weitere mit ihnen verbundene Risiken gefunden werden. Diese Form der Untersuchung hat zum ausschliesslichen Ziel, Erkenntnisse zu gewinnen, mit denen künftige Unfälle und Gefahrensituationen verhütet werden können und die eine Erhöhung der Sicherheit zur Folge haben. Hingegen sollen die Ergebnisse einer solchen Sicherheitsuntersuchung nicht der Klärung von Schuld- und Haftungsfragen dienen. (pd)