REALP: Lawine reisst Skitourenfahrer in den Tod

Bei einem Lawinen-Niedergang im Gebiet Stelliboden bei Realp ist ein Skitourenfahrer mitgerissen worden. Er konnte nur noch tot geborgen werden.

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Zwei Rega-Helikopter. (Symbolbild Rega/pd)

Zwei Rega-Helikopter. (Symbolbild Rega/pd)

Am Samstagmorgen, 20. Februar, begannen zwei 44-jährige Tourenskifahrer aus dem Kanton Schwyz den Aufstieg von Realp in Richtung Rotondohütte. Wie die Kantonspolizei Uri mitteilt, kamen sie dort kurz vor Mittag an.

Vorausgefahren und mitgerissen
Die Abstiegsroute führte die beiden auf den Rottelligrat in Richtung Stelliboden. Aufgrund schlechter Lichtverhältnisse gerieten die Tourenskifahrer zu weit ins Tal hinunter und beschlossen, sich möglichst hoch zu halten. An einer kritischen Stelle fuhr einer der Tourenskifahrer etwa 50 bis 70 Meter voraus. Plötzlich löste sich eine Lawine, welche ihn mit sich riss.

Durch den Kollegen wurde die Rettungsflugwacht Rega aufgeboten. Trotz des Einsatzes von drei Lawinensuchhunden und 7 Rettern mit Sondierstangen und Lawinenverschüttetensuchgeräten gelang es nicht, den Verschütteten zu orten. Die Suche wurde am Samstagabend um 18 Uhr wegen Lawinengefahr und einbrechender Dämmerung abgebrochen.

Lawinensuchhund fand Verschütteten
Am frühen Sonntagmorgen wurde die Suche nach erneuter Lagebeurteilung durch die Rettungskräfte und nachdem an beiden Hängen Sprengungen durchgeführt worden, waren neu gestartet. Kurz vor 10 Uhr schlug einer der Lawinensuchhunde auf dem Lawinenkegel an. Die Rettungskräfte konnten den verschütteten Tourenskifahrer jedoch nur noch tot bergen.

Im Einsatz standen an beiden Tagen die Rega, die Heli Gotthard, bis zu 14 Rettungsspezialisten des Schweizer Alpen-Clubs und des Rettungsdienstes der Gemsstockbahnen sowie das Verhöramt und die Kantonspolizei Uri.

ana