REALP: Letzte Hürde zum Grossprojekt

Für den Strombedarf im Urserntal soll ein neues Kraftwerk gebaut werden. Davon profitiert auch Sawiris.

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In der Nähe der Einmündung der Witenwasserenreuss (links) in die Furkareuss im Gebiet Geren soll die Zentrale des neuen Kraftwerks entstehen. (Bild: Markus Russi)

In der Nähe der Einmündung der Witenwasserenreuss (links) in die Furkareuss im Gebiet Geren soll die Zentrale des neuen Kraftwerks entstehen. (Bild: Markus Russi)

«Dem Urserntal steht ein Entwicklungsschub bevor.» Das glaubt der Talrat der Korporation Ursern. Gemeint ist damit die Entwicklung rund um das Sawiris-Resort in Andermatt. Immer mehr Strom werde benötigt. Deshalb soll nun in Realp ein neues Kraftwerk gebaut werden, damit im Urserntal kein fremder Strom eingekauft werden muss. Die Pläne für das Kraftwerk Realp II liegen bereits seit Längerem vor. Bis mit dem Bau begonnen werden kann, muss aber noch eine grosse Hürde genommen werden: die ausserordentliche Talgemeinde vom 7. Februar.

Bau kostet 17,54 Millionen Franken

Dem Bau stehen nur noch drei Abstimmungen im Weg. In einer ersten müssen die Urschner über den Vertrag zum Schutz- und Nutzungskonzept erneuerbare Energien (Snee) befinden (siehe Box). Nur bei einem Ja zum Snee können die Bürger schliesslich über den Objektkredit von 17,54 Millionen Franken und die entsprechende Konzession für das EW Ursern abstimmen.

2008 wurde bereits ein Planungskredit von 320 000 Franken gewährt. Wegen umfangreicher Abklärungen haben sich die Kosten mittlerweile bereits auf 670 000 Franken erhöht.

Konzept sorgt für sichere Planung

Das Schutz- und Nutzungskonzept erneuerbare Energien (Snee) ist ein Teil der Gesamtenergiestrategie, welche die Urner Regierung 2008 beschlossen hat. Es bildet die Grundlage für künftige Projekte für die Stromgewinnung mit Wind, Wasser und Fotovoltaik. Auf das Snee stützen sich die Entscheidungsträger des Kantons, aber auch die beschwerdeberechtigten Umweltverbände. Das Snee sorgt somit für Planungssicherheit.