REALP: Mehr Sicherheit würde zu viel kosten

Der Urner Baudirektor Markus Züst stand der Bevölkerung Red und Antwort. Diese verlangte eine wintersichere Kantonsstrasse nach Realp.

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9. Februar 2003: Eine Lawine zwischen Hospental und Realp hatte ein Auto mitgerissen. Die Lenkerin blieb unverletzt. (Archivbild Neue UZ)

9. Februar 2003: Eine Lawine zwischen Hospental und Realp hatte ein Auto mitgerissen. Die Lenkerin blieb unverletzt. (Archivbild Neue UZ)

red. Um die Urner Kantonsstrassen wintersicher zu machen, fehlt das Geld. Dies erklärte Regierungsrat Markus Züst an einer Informationsveranstaltung in Realp. Der Baudirektor stellte sich dort am Donnerstagabend den Fragen der Bevölkerung. Diese forderte im Bereich Böschen zwischen Hospental und Zumdorf eine 1,5 Kilometer lange Galerie. Eine solche würde jedoch für den Kanton Kosten zwischen 45 bis 55 Millionen Franken verursachen. Zu viel, wie der Baudirektor betonte. Der Kanton setze die zur Verfügung stehenden Mittel dort ein, wo das Verkehrsaufkommen am höchsten und damit das Sicherheitsbedürfnis am grössten sei.

Kosten und Risiken abwägen
«Wenn wir den ganzen Perimeter einbeziehen möchten, würden die Grenzen des Machbaren definitiv gesprengt.» Züst zeigte aber durchaus Verständnis für die Anliegen der Bewohner von Realp. «Aber man muss generell abwägen, ob die bestehenden Massnahmen im Verhältnis zu den vorhandenen Risiken und zu den Kosten verantwortbar respektive für die Staatskasse verkraftbar sind.»

red.

Den ausführlichen Artikel zu diesem Thema finden Sie in der «Neuen Urner Zeitung» vom 6. November 2010.