Realper können wieder «Hahnenburger» trinken

Wegen des Unwetters von Anfang Oktober, war das Leitungswasser in Realp während zwei Wochen verschmutzt. Nun sind die Schäden behoben und das Trinkwasser kann wieder konsumiert werden, ohne es davor abzukochen.

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«Wasser marsch!» – in Realp freut man sich wieder über frisches Trinkwasser direkt aus dem Hahn.

«Wasser marsch!» – in Realp freut man sich wieder über frisches Trinkwasser direkt aus dem Hahn.

Symbolbild: Maria Schmid

(RIN) Die Realper Bevölkerung kann wieder aufatmen – und fliessend Wasser aus dem Hahn geniessen. Das Trinkwasser zuerst abzukochen, gehört nun der Vergangenheit an. Dies gibt die Einwohnergemeinde Realp in einer Mitteilung bekannt. «Der Schaden konnte in der Zwischenzeit vollständig behoben werden», schreibt die Wasserversorgungskommission Realp. «Die Wasserproben vom Mittwoch, 14. Oktober, welche am 19. Oktober ausgewertet wurden, belegen, dass das Trinkwasser im Leitungsnetz der Gemeinde Realp wieder sauber ist.»

Viel Geduld nötig

Zwei Wochen lang war das Trinkwasser in Realp verschmutzt und konnte nicht konsumiert werden, bevor man es zuvor nicht abkochte. Grund dafür waren die Unwetter vom Samstag, 3. Oktober. Weil die Einwohnergemeinde stark vom Unwetter betroffen war, entstanden Schäden an der Trinkwasserleitung. Durch einen Murgang wurde die Zuleitung zum Trinkwasserreservoir Moos an mehreren Stellen unterbrochen. Weil die Schäden an der Leitung grösser waren als zu Beginn angenommen, musste sich die Realper Bevölkerung etwas länger gedulden. Nun liegen die Wasserproben vor und belegten, dass das Trinkwasser im Leitungsnetz wieder sauber ist.

Gemeindepräsident ist erleichtert

Gemeindepräsident Armand Simmen gibt sich auf Anfrage der «Urner Zeitung» erleichtert. Sorgen bereiteten ihm und dem Einsatzteam vor allem die Wettervorhersagen. «Hätte es zu so viel Schnee gegeben, wie angekündigt war, hätten wir unter Umständen bis im Frühling warten müssen, um das Problem komplett zu beheben», so Simmen. Das Gebiet Schlurbiel neben der Wyttenwasserenreuss sei schwer zugänglich. Deshalb hätten die Begehungen viel Zeit in Anspruch genommen.Die Wasserleitung war schliesslich an zwei Orten beschädigt, die Schäden lagen nicht unmittelbar nebeneinander.

In der Zwischenzeit war die Notwasserversorgung in Betrieb genommen worden. Die Hauptleitung ist nun in Stand gestellt, letzte Arbeiten seien aber noch im Gang, so Simmen. Vor der Wiederinbetriebnahme musste das Reservoir komplett desinfiziert werden. Die Wasserproben wurden ans Laboratorium der Urkantone geschickt. Nun hat Realp grünes Licht erhalten. Zu den Kosten kann Armand Simmen noch nichts sagen. Das Wassersystem sei versichert. Möglicherweise kann die öffentliche Hand somit von hohen Kosten verschont bleiben.