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RECHNUNG: Altdorf fährt wieder einen Millionengewinn ein

Die Rechnung der Gemeinde Altdorf schliesst 2,8 Millionen Franken besser ab als budgetiert. Der Ertragsüberschuss von 3,137 Millionen Franken soll für zusätzliche Abschreibungen bei der Turnhalle und der Aula Hagen verwendet werden.
Symbolbild: Rechnung der Gemeinde Altdorf (Bild: Keystone)

Symbolbild: Rechnung der Gemeinde Altdorf (Bild: Keystone)

Gemeindepräsident Urs Kälin hatte am Dienstag bei der Präsentation der Jahresrechnung 2016 der Gemeinde Altdorf allen Grund zur Freude, konnte er doch ein «sehr gutes Ergebnis» präsentieren. Bei einem Aufwand von 34,074 Millionen Franken und einem Ertrag von 37,211 Millionen fiel der Ertragsüberschuss der Gemeinde Altdorf im vergangenen Jahr mit 3,137 Millionen Franken rund 2,8 Millionen höher aus als budgetiert.

Hauptverantwortlich für diese Abweichung seien insbesondere die Einnahmen der Grundstückgewinnsteuern, die mit 1,5 Millionen Franken rund 920000 Franken höher waren als budgetiert, wie Verwalter Pascal Ziegler sagte. Zudem konnten bei den Gewinnsteuern der juristischen Personen des laufenden Jahres rund 757000 Franken mehr eingenommen werden als angenommen. Auch Minderaufwendungen im Vergleich zum Budget hätten wesentlich zum guten Rechnungsergebnis beigetragen. Ziegler erwähnte dabei die rund 375000 Franken tieferen Abschreibungen, die Minderaufwendungen im Finanzausgleich von rund 392000 Franken sowie die Kosten für wirtschaftliche Sozialhilfe, die im Jahr 2016 rund 310000 Franken tiefer ausfielen als budgetiert.

Den positiven Abweichungen stünden aber auch negative Differenzen zum Budget gegenüber, so Ziegler weiter. Insbesondere die Steuereinnahmen der Vorjahre bei den natürlichen und juristischen Personen sind zusammen rund 400000 Franken tiefer ausgefallen als angenommen. Und auch die Steuereinnahmen der natürlichen Personen für das laufende Jahr liegen insgesamt rund 132000 Franken unter dem Budget.

Neubau Hagen lässt Verschuldung steigen

Im vergangenen Jahr hat die Gemeinde Altdorf Nettoinvestitionen in der Höhe von rund 7,473 Millionen Franken getätigt. Diese sind vor allem auf Investitionen in die Schulliegenschaften von rund 5,722 Millionen Franken zurückzuführen, wovon der Neubau der Turnhalle und Aula Hagen mit 4,5 Millionen den grössten Teil ausmacht. Daneben fallen auch die Sanierung des Winkelplatzes und des Mehrzweckgebäudes Winkel von insgesamt 1,193 Millionen Franken sowie bauliche Investitionen am Theater Uri von 319429 Franken ins Gewicht.

Die hohe Investitionstätigkeit der Gemeinde Altdorf hat aber auch ihren Preis, wie Ziegler aufzeigte: Sie führt zu einem sehr tiefen Selbstfinanzierungsgrad von 68,9 Prozent und einem Anstieg der Verschuldung. So ist die Nettoschuld pro Kopf im vergangenen Jahr von 350 auf 605 Franken angestiegen. «Damit ist der Verschuldungsgrad der Gemeinde Altdorf zwar nach wie vor höher als in anderen Gemeinden», hielt Markus Christen, Leiter der Finanzabteilung, fest. «Sie befindet sich aber immer noch im grünen Bereich.» Verglichen mit der Situation von vor 15 Jahren – damals betrug die Pro-Kopf-Verschuldung noch fast 2500 Franken – stehe die Gemeinde Altdorf heute deutlich besser da, führte Christen aus. Das betonte auch Urs Kälin. Die Gemeinde Altdorf sei beim Abbau der Nettoschuld auf gutem Kurs. «Das beweist, dass wir sorgfältig und diszipliniert mit den Gemeindefinanzen umgehen.»

Gewappnet für weitere Investitionen

Der Gemeinderat beantragt zuhanden der Gemeindeversammlung vom 1. Juni, den Ertragsüberschuss von 3,137 Millionen Franken für zusätzliche Abschreibungen bei der Turnhalle und der Aula Hagen zu verwenden, sodass am Ende eine ausgeglichene Rechnung resultiert. Dies werde sich positiv auf die kommenden Rechnungen auswirken, was für die Zukunft zentral sei.

Schliesslich kämen auf die Gemeinde Altdorf in naher Zukunft weitere Investitionen zu, so Kälin. Der Gemeindepräsident nannte etwa den Kantonsbahnhof, das Projekt «Altdorf innerorts», das geplante Parkhaus beim Gemeindehausplatz und die Übernahme des Alters- und Pflegeheims Rosenberg. «Da wir finanziell gute Jahre hinter uns haben, sind wir in der glücklichen und komfortablen Lage, solche grossen Projekte künftig stemmen zu können ohne die Steuern erhöhen zu müssen», sagte Gemeindepräsident Kälin.

Carmen Epp

carmen.epp@urnerzeitung.ch

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