REFORMIERTE: In Uri gibt es nur noch eine Kirchgemeinde

Die evangelisch-reformierte Landeskirche Uri hat sich neu organisiert. Dieser Schritt schürte Emotionen, die bis zum Redeverbot führten.

Bruno Arnold
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Gibt sich trotz der latent vorhandenen Unstimmigkeiten zuversichtlich: Felicitas Schweizer, die neue Präsidentin der evangelisch-reformierten Landeskirche Uri. (Bild Florian Arnold)

Gibt sich trotz der latent vorhandenen Unstimmigkeiten zuversichtlich: Felicitas Schweizer, die neue Präsidentin der evangelisch-reformierten Landeskirche Uri. (Bild Florian Arnold)

«Buh»-Rufe, hämische Kritik, eine Person, welche die Versammlung aus Protest gegen den «autoritären Führungsstil» verlässt, Beleidigungen und sogar ein Redeverbot für ein kritisches Mitglied: Auch für Nichtmitglieder war am Montagabend an der Frühjahrsversammlung der evangelisch-reformierten Landeskirche Uri unschwer festzustellen, dass innerhalb der Gemeinschaft nicht unbedingt der «göttliche Frieden» herrscht.

Schweizer folgt auf Kolthoff

Vor allem das Verhältnis zwischen den Kirchgemeinden Erstfeld und Altdorf ist mehr als nur «unterkühlt». Dies hat damit zu tun, dass die am Montag beschlossene Zusammenlegung der bisher drei Urner Kirchgemeinden zu einer einzigen Urner Kirchgemeinde auch personelle Konsequenzen hat. Die Kirchgemeinde Erstfeld macht Altdorf für den «fusionsbedingten» Abgang von Pfarrer Ulrich Schmalz verantwortlich. «Mit ein bisschen gutem Willen und etwas weniger Kompromisslosigkeit auf Altdorfer Seite hätte man eine befriedigendere Lösung finden können», heisst es in Erstfeld.

Neue Präsidentin des Kirchenrats der evangelisch-reformierten Landeskirche Uri ist die Altdorferin Felicitas Schweizer. Sie ersetzt den nach drei Jahren zurückgetretenen Dieter Kolthoff aus Flüelen.