REGIERUNG: Regierung befürwortet Luchsbestand im Kanton

Für den Urner Regierungsrat gibt es keinen Grund, regulierend in den Luchsbestand einzugreifen. Dies geht aus seiner am Dienstag veröffentlichten Antwort auf eine Interpellation hervor, die kritisiert, dass die Luchse den Wildtierbestand zu stark reduziert hätten.

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Ein Luchs beim Trinken. (Bild: Archiv Erhard Gick / Neue SZ)

Ein Luchs beim Trinken. (Bild: Archiv Erhard Gick / Neue SZ)

Landrat Max Baumann (SVP) schreibt in seiner Interpellation, dass der natürliche Lebensraum für Wildtiere immer kleiner werde. Ein Grund dafür sei, neben den Forst- und Alpstrassen sowie den Wanderwegen, der Luchs.

Nach Angaben von Baumann lebt im Kanton Uri ein knappes Dutzend Luchse. Ein erwachsener Luchs reisse pro Jahr 40 bis 60 Rehe, Hirsche und Gemsen. Der Wildtierbestand habe vor allem westlich der Reuss stark abgenommen. Die Luchspopulation müsse dringend auf ein ihrem Lebensraum entsprechendes Verhältnis reduziert werden.

Nach Ansicht des Regierungsrates ist der Luchsbestand im Kanton Uri aber nicht zu gross. Dass die Luchsdichte einen Einfluss auf den Wildtierbestand habe, stehe ausser Zweifel, schreib er. Dies habe aber auch einen positiven Effekt auf den Wildverbiss in Schutzwäldern.

Der Regierungsrat weist darauf hin, dass in anderen Gebieten der Schweiz viel mehr Luchse leben als im Kanton Uri. Das Thema Luchsabschuss ist für ihn zur Zeit nicht aktuell. Es gelte, die Neufassung des Luchskonzeptes Schweiz abzuwarten.

Der Luchs war im 19. Jahrhundert in der Schweiz ausgestorben. 1971 wurde er wieder angesiedelt.

(sda)