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Urner Regierung will Gütesiegel für Familienfreundlichkeit

Die Urner Regierung ist gewillt, eine Befragung von Pro Familia Schweiz durchzuführen. Dies schreibt sie in der Antwort auf eine entsprechende Interpellation.
Florian Arnold
Landrat Rafael Keusch. (PD)

Landrat Rafael Keusch. (PD)

Die kantonale Verwaltung soll eine attraktive Arbeitgeberin sein, auch in Bezug auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die Regierung ist deshalb bereit, die Mitarbeiterbefragung «Family Score» von Pro Familia Schweiz durchzuführen. Wird die entsprechende Punktezahl erreicht, erhält die kantonale Verwaltung für drei Jahre das Gütesiegel «familienfreundliches Unternehmen». Ausserdem sollen sich Anhaltspunkte ergeben, wie die Familienfreundlichkeit gezielt verbessert werden kann.

Das erklärt die Regierung in ihrer Antwort auf eine Interpellation von Rafael Keusch (CVP, Altdorf). Viele Unternehmen würden heute auch auf der Kaderstufe reduzierte Pensen ermöglichen. «Die kantonale Verwaltung hat eine Vorbildfunktion», so Keusch.

Teilzeit ist Vorteil bei gleichwertiger Bewerbung

Bereits 2016 habe der Regierungsrat beschlossen, bei jeder Wiederbesetzung einer Stelle zu prüfen, ob diese auch in Teilzeit oder im Jobsharing ausgeschrieben werden könne. Auch im Zusammenhang mit der Einführung des Globalbudgets habe der Regierungsrat den bis heute gültigen Grundsatz verfolgt, dass jegliche Vollzeitstellen künftig als Stellen im Umfang von 80 bis 100 Prozent ausgeschrieben werden, heisst es in der Antwort. Von dieser Regelung werde nur abgewichen, wenn zwingende betriebliche Gründe einer Teilzeitbesetzung entgegenstünden. Bei gleichwertigen Bewerbungen soll sogar jener Bewerbung der Vorzug gegeben werden, welche die Bereitschaft zur Teilzeitarbeit enthält – zumindest für eine Testphase. Die Regierung sei «gewillt, den erfolgreich eingeschlagenen Weg weiterzugehen».

Homeoffice von einem Drittel gefordert

Bestärkt fühlt sich die Regierung auch durch eine ähnliche Umfrage von 2015. «Die grosse Mehrheit der Angestellten beurteilte damals die Kantonsverwaltung als familienfreundliche Arbeitgeberin», schreibt die Regierung. Hervorgehoben wurden flexible Arbeitszeiten, die Rücksichtnahme auf Familien bei der Ferienplanung sowie die Kompensationsmöglichkeit von Überstunden in der Ferienzeit. Ein Drittel wünschte sich ein Angebot für Homeoffice. Das wird seit 2017 ermöglicht. Die Regierung sei gewillt, die Anstellungsbedingungen weiter zu verbessern.

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