Regierung will Moorschutz bis 2015 verbessern

Der Schutz von vielen Urner Moorlandschaften ist auch über 20 Jahre nach Annahme der Rothenturm-Initiative noch nicht umgesetzt. Der Urner Regierungsrat verspricht nun, seinen Pflichten nachzukommen.

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Seit über 25 Jahren einzigartig: das Naturschutzgebiet im Reussdelta mit der aufgeschütteten Insellandschaft. (Bild: PD)

Seit über 25 Jahren einzigartig: das Naturschutzgebiet im Reussdelta mit der aufgeschütteten Insellandschaft. (Bild: PD)

Dies schreibt er in seiner am Dienstag veröffentlichten Antwort auf eine Interpellation von Pia Tresch (SP/Grüne). Tresch stellte in ihrem Vorstoss einen Vollzugsnotstand fest. Die Umsetzungsfristen für den Moorschutz seien schon seit über zehn Jahren abgelaufen.

Gemäss Kantonsregierung sind in Uri 24 Hoch- und Flachmoore sowie Moorlandschaften in einem Schutzinventar des Bundes aufgeführt seien. Zusammen mit den Mooren von regionaler Bedeutung gibt es rund 70 schützenswerte Objekte.

Der Regierungsrat hat mit dem Bund für zwölf Moore den Erlass von Schutzreglementen vereinbart. Weitere Vereinbarungen sollen folgen. Uri setze sich das Ziel, für alle Moore von nationaler und regionaler Bedeutung die ausstehenden Schutzmassnahmen bis Ende 2015 zu erlassen, schreibt der Regierungsrat.

Der Regierungsrat will auch prüfen, ob er zur Beschleunigung des Moorschutzes die kantonale Natur- und Heimatschutzstelle personell aufstocken soll. Er hatte bereits 2008 unter anderem wegen des Moorschutzes eine Vollzeitstelle geschaffen und die finanziellen Mittel erhöht.

sda