Regierung will Tourismusförderung stärken

Der Urner Regierungsrat nimmt einen neuen Anlauf, um die Tourismusförderung zu professionalisieren. Geplant sind zwei regionale Tourismusregionen. Die öffentliche Hand wird zudem dem Fremdenverkehr mehr Mittel zu Verfügung stellen.

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Ski-Touristen auf dem Nätschen. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Ski-Touristen auf dem Nätschen. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Die Urner Volkswirtschaft verdient zehn Prozent ihrer Einnahmen direkt aus dem Tourismus, weitere fünf Prozent werden indirekt in weiteren Branchen eingenommen. Der Fremdenverkehr habe sein Potential aber längst nicht ausgeschöpft, schreibt der Regierungsrat in seiner am Mittwoch veröffentlichten Botschaft.

2007 hatten die Stimmberechtigten indes ein neues Tourismusgesetz mit einer neuen Abgabe abgelehnt. Die Notwendigkeit einer gesetzlichen Grundlage für den Fremdenverkehr sei aber nie in Frage gestellt worden, hält der Regierungsrat fest.

Der Kanton soll in zwei Tourismusregionen (Unterland und Urserental/Oberland) eingeteilt werden, für die je eine eigene Organisation zuständig sein wird. Die beiden Organisationen sollen, wo sinnvoll, kooperieren.

Diese Aufteilung mache Sinn, weil sich die beiden Gebiete stark unterscheiden würden. Das Unterland mit See und Bergen spreche eher Schweizer Tagesgäste an, die sanften Tourismus suchten. Das alpine Oberland ziehe mit seinem intensiveren Ganzjahrestourismus Übernachtungsgäste aus der ganzen Welt an.

Finanziert wird das Grundbudget der Tourismusorganisationen vom Kanton mit jährlich 750'000 Franken sowie von den Gemeinden, die zusammen 500'000 Franken zahlen müssen. Dies ist mehr als bisher; dieses Jahr unterstützt der Kanton die touristischen Grundleistungen mit total 428'000 Franken.

Die Tourismusorganisationen erhalten das Geld der öffentlichen Hand aber nur, wenn sich die Branche selbst freiwillig finanziell beteiligt. Dies kann etwa über Leistungsvereinbarungen oder kommunale Reglemente erfolgen.

sda