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Regierungsrätin Barbara Bär tritt zurück - Georg Simmen will erben

Die Vorsteherin der Urner Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion gibt ihr Amt im Frühjahr 2020 ab. Sie möchte sich vermehrt ihrer Familie widmen. Ein möglicher Nachfolger steht bereits in den Startlöchern.
Barbara Bär (FDP) ist seit 2012 Urner Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektorin.

Barbara Bär (FDP) ist seit 2012 Urner Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektorin.

(pd/pz/eca) «Die Zeit ist reif», lässt sich Regierungsrätin Barbara Bär (FDP) in einer Medienmitteilung der Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion zitieren. «Nach 25 Jahren engagierter Politik in Exekutivbehörden des Kantons Uri und der Gemeinde Altdorf möchte ich mich vermehrt meiner Familie und denjenigen Dingen zuwenden, die in all den Jahren meiner politischen Arbeit etwas zu kurz gekommen sind.»

In ihrer achtjährigen Tätigkeit als Urner Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektorin führte Barbara Bär zahlreiche wichtige politische Geschäfte. In sechs Volksabstimmungen fanden ihre Vorlagen die Zustimmung der Urner Stimmberechtigten. Die grössten politischen Erfolge erzielte Barbara Bär mit dem Baukredit für den Um- und Neubau des Kantonsspitals Uri und der Schaffung einer Rechtsgrundlage zur Förderung der medizinischen Grundversorgung.

«Uri steht vor grossen strategischen Herausforderungen»

Zu den weiteren Schwerpunkten ihrer Amtszeit zählten die Förderung der familienergänzenden Kinderbetreuung, die Einführung der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb), die Erweiterungsprojekte der Stiftungen Behindertenbetriebe und Phönix, die Restwassersanierungen bei Wasserkraftwerken sowie mehrere Revitalisierungsprojekte. «Ich blicke auf eine spannende und abwechslungsreiche Regierungstätigkeit zurück. Gleichzeitig freue ich mich auf die restliche Amtszeit mit der Bearbeitung von interessanten Themen und der weiterhin sehr guten Zusammenarbeit in meiner Direktion. Uri steht vor grossen strategischen Herausforderungen aufgrund des Klimawandels und der Alterung der Bevölkerung. Es ist mir ein Anliegen, dass meine Direktion engagiert und motiviert weitergeführt wird», sagt Barbara Bär.

Die heute 62-Jährige gehörte als FDP-Politikerin während zwei Legislaturperioden dem Urner Regierungsrat an. Vorher war sie von 1995 bis 2010 im Gemeinderat von Altdorf, davon je vier Jahre als Vizepräsidentin und Präsidentin. Sie ist seit 1. Juni 2012 Regierungsrätin des Kantons Uri und Vorsteherin der Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion. Vom 1. Juni 2016 bis 30. Mai 2018 bekleidete sie das Amt als Frau Landesstatthalter.

Georg Simmen steht bereit

Georg Simmen, Landrat.

Georg Simmen, Landrat.

Die FDP wird den Sitz von Barbara Bär bei den Wahlen 2020 verteidigen wollen. Ein möglicher Kandidat dafür steht bereits in den Startlöchern: Georg Simmen. Der Realper Landrat hat seine Stelle als Talschreiber per Frühling 2020 gekündigt, um sich einer «neuen Herausforderung im politischen Bereich» zu stellen, wie er im Januar mitteilte. Und: «Ich schliesse eine Kandidatur bei den Regierungsratswahlen 2020 nicht aus.»

Der nun kommunizierte Rücktritt von Barbara Bär habe seinen Wunsch, in der Urner Regierung mitzuwirken, verstärkt, hält Simmen auf Anfrage unserer Zeitung fest. Wann die FDP Uri die Kandidaten nominiert und ob noch weitere Mitglieder der Partei Ambitionen auf das Amt haben, stehe noch nicht fest.

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