Regierungsrat Christian Arnold will «spüren, wie die Unternehmer ticken»

Der SVP-Regierungsrat ist mit dem Amt für Umweltschutz unterwegs gewesen – auch per E-Bike.

Markus Zwyssig
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Michael Fuchs (links) erklärt Christian Arnold, wie die Messungen vorgenommen werden.

Michael Fuchs (links) erklärt Christian Arnold, wie die Messungen vorgenommen werden.

Bild: Markus Zwyssig (Erstfeld, 12. Juni 2020)

Christian Arnold machte sich am Freitag zusammen mit den Verantwortlichen des Amtes für Umweltschutz ein Bild vor Ort. Er sei gerne draussen, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Natur und die Tiere bedeuten dem Landwirt aus Seedorf viel. «Mir ist es wichtig, dass ich jetzt zu Beginn meiner neuen Tätigkeit als Regierungsrat die verschiedenen Gesichter der Ämter persönlich kennen lernen kann.» Anschliessend sei es wohl meistens so, dass man ein reichhaltiges Tagesgeschäft zu bewältigen habe und das mache man meistens vom Büro aus.

Der neue Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektor war trotz Föhn für den Augenschein vor Ort an verschiedenen Orten mit dem E-Bike unterwegs. So auch zu einer Bodenmessstation an der Reussstrasse in Erstfeld. Apropos Föhn: Der hat auch sein Gutes. «Der Föhn trocknet den Boden schnell, damit die Bauunternehmer und Landwirte wieder arbeiten können», sagte Michael Fuchs der Firma Monitron AG, einem Unternehmen, dass sich auf die Umweltmesstechnik spezialisiert hat.

Bei der Landwirtschaft gibt es noch Nachholbedarf

Begleitet wurde Arnold auf seiner Tour von Alexander Imhof, Niklas Joos und Lorenz Jaun vom Amt für Umweltschutz. Uri habe einen sehr guten Boden, der auch recht gut untersucht werde, sagte Amtsvorsteher Imhof. «Insbesondere beim Bau der Neat sind sehr viele Messungen gemacht worden, auf die man sich entsprechend abgestützt hat.» Im Baubereich würden denn auch die Bodenmessungen, die man auch online abrufen kann, sehr stark verfolgt. In der Landwirtschaft würden die Messungen zurzeit noch etwas weniger genutzt. Das kann auch Arnold bestätigen. «Vor allem bei Rekultivierungen ist es sehr wichtig, dass man sich auf Messungen abstützen und sehen kann, wann man das Land bewirtschaften darf.» Die Messungen für sich zu nutzen, das liege aber schliesslich in der Verantwortung jedes einzelnen Landwirts.

Christian Arnold hat am Freitag auf seiner Tour durchs Urner Unterland auch ein Recyclingunternehmen und eine Aufbereitungsanlage besucht. Er war bei der Baustelle des Kraftwerks Erstfeldertal und der Fischzucht in Silenen. «Ich möchte spüren, wie die Unternehmer ticken.» Und wo drückt der Schuh? Bemängelt worden sei insbesondere die Bürokratie. Vor allem, wenn man ein Projekt bereits ausgeführt habe, müsse man viel Büroarbeit erledigen, so Arnold.

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