REGIERUNGSRAT: Neu 4 statt 2 Sonntagsverkäufe geplant

Der Regierungsrat will das Gesetz über den Ladenschluss und die Sonntagsruhe teilrevidieren. Damit soll der Standort Uri für den Detailhandel gestärkt werden.

Drucken
Teilen
Kundin beim Einkauf. (Symbolbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Kundin beim Einkauf. (Symbolbild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Der Bundesrat hat am 1. Juli 2008 eine neue Bestimmung im Bundesgesetz über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel in Kraft gesetzt. Er räumt den Kantonen die Möglichkeit ein, höchstens vier Sonntage pro Jahr zu bezeichnen, an denen Arbeitnehmer in Verkaufsgeschäften ohne Bewilligung beschäftigt werden dürfen. Heute dürfen Verkaufsgeschäfte im Kanton Uri an zwei Sonntagen im Dezember offen halten.

Abwanderung in Zentren verhindern
Der Regierungsrat möchte diese Flexibilisierung im Arbeitsgesetz der Detailhandelsbranche vollumfänglich zugänglich machen, wie die Standeskanzlei Uri mitteilt. Das soll mit der geplanten Revision des Gesetzes über den Ladenschluss und die Sonntagsruhe (LSG) erfolgen. Damit soll einerseits der Standort für den Detailhandel im Kanton Uri gestärkt und anderseits Voraussetzungen geschaffen werden, dass die Urner Verkaufsgeschäfte konkurrenzfähig bleiben und so weniger Kunden an die umliegenden Zentralschweizer Einkaufszentren verlieren.

Damit der Rahmen gemäss Arbeitsgesetz ausgeschöpft werden kann, ist eine Anpassung im LSG erforderlich. Zudem soll mit einer moderaten Anpassung von einzelnen Bestimmungen dem aktuellen Konsum- und Kundenbedürfnis Rechnung getragen werden. Im Weiteren sind kleinere Anpassungen an die Bestimmungen des Arbeitsgesetzes vorgesehen.

scd