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Reise nach Afrika inspiriert Altdorfer zu Kunst

Werner Kaspar Huber hat Äthiopien bereist und viele Fotos mit nach Hause gebracht. Diese hat er zuerst in schwarz-weiss umgewandelt, auf spezielles Papier gedruckt und danach mit Aquarellfarben koloriert.
Markus Zwyssig
Werner Kaspar Huber bei der Arbeit in seinem Atelier. (Bild: Markus Zwyssig (5. März 2019))

Werner Kaspar Huber bei der Arbeit in seinem Atelier. (Bild: Markus Zwyssig (5. März 2019))

In wenigen Tagen ist es so weit. Am Freitag, 15. März, findet in der Kleingalerie Müller an der Hellgasse 12 in Altdorf die Vernissage der Ausstellung von Werner Kaspar Huber statt. In seinem Atelier an der Attinghauserstrasse 28 in Altdorf ist alles überstellt. Huber steckt noch mitten in seiner Arbeit.

Von Hektik ist aber trotzdem keine Spur. Der Künstler weiss, was er will: «Nach reichlicher Denkarbeit steht mein Konzept für die Ausstellung.» 35 Fotografien, die auf seiner Reise durch Äthiopien entstanden sind, hat er auf speziellem Aquarellpapier ausgedruckt. Die Bilder hat Huber am Computer zuvor von farbig in schwarz-weiss umgewandelt. Mit feinen Pinselstrichen hat der Künstler danach die Bilder koloriert, aber bewusst einige Stellen schwarz-weiss gelassen.

«Kleingalerie ist der richtige Ort für die Ausstellung»

Noch müssen all die Bilder gerahmt werden. Die Passepartouts liegen bereit. In vier unterschiedlichen Schnittgrössen sollen die kolorierten Fotografien ins rechte Licht gerückt werden. Die Bilder sind nicht so gross wie die Arbeiten, die man sich sonst von Werner Kaspar Huber gewohnt ist. «Die Kleingalerie Müller ist der richtige Ort für meine Ausstellung», sagt denn auch Huber.

Es ist seine ganz persönliche Verarbeitung einer Reise in ein fremdes Land. Begeistert erzählt Huber, was er alles erlebt hat. Er startet seinen Computer und zeigt eine Dia-Show seiner Fotografien, welche er mit afrikanischer Musik untermalt hat. Diese wird ebenfalls Teil der Ausstellung in der Kleingalerie Müller sein. «Die Reise war eine Herausforderung», sagt Werner Kaspar Huber. Er habe sich gefragt, ob er das mit 67 Jahren überhaupt noch könne. Huber war zum ersten Mal in Afrika. Nach Äthiopien hat es ihn gezogen, weil sein Patenkind Alexandra mit ihren Kindern und ihrem äthiopischen Ehemann dort lebt.

Huber hat vor allem den Norden des Landes bereist. «Es war ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte», blickt er zurück. «Afrika ist unterwegs, aber zu Fuss.» Das Land sei grün und es gebe viele Kühe, Ziegen und Hühner. «Die Tiere bringen den Menschen Einkommen und Reichtum», erklärt Huber.

Er hat die Menschen als sehr zuvorkommend erlebt. Um möglichst viel über das Land zu erfahren, war er mit verschiedenen einheimischen Reiseführern unterwegs. Huber hat Afrika hautnah erlebt. Vielfach nahm er den Bus. «Wenn die Menschen nicht Englisch sprechen konnten, musste ich mich eben mit Händen und Füssen verständigen.» Für längere Distanzen war aber das Flugzeug das Transportmittel seiner Wahl.

Die Menschen in Äthiopien seien sehr religiös, erinnert sich der Altdorfer. «Die meisten Menschen sind koptische Christen, es gibt aber auch Moslem und weitere Religionen.» Eindrücklich war für ihn das klare Wasser im Felsenkloster. Die Bibel hatte viele farbige Bilder und war in Ge’ez, einer alten Sprache geschrieben.

Für den Kaffee wird in Äthiopien eine eigentliche Zeremonie betrieben, welche die ganze Gastfreundschaft des afrikanischen Landes zeigt. Die Bohnen werden geröstet und zu feinem Pulver gestampft. Dann wird der Kaffee aufgebrüht. «Der Kaffee schmeckt sehr intensiv und erdig», weiss Huber. Und ein weiterer Vorteil sei, dass mit dem Rauch die Moskitos vertrieben werden.

Huber plant bereits eine weitere Reise

Vielfältig sind die Eindrücke, die Huber von seiner Reise mit nach Hause genommen hat. «Osimo Ethiopia» ist die Ausstellung in der Kleingalerie Müller betitelt. Das heisst «Danke Äthiopien». Und weil es ihm in Afrika so gut gefallen hat, plant er bereits seine nächste Reise, Führen soll sie ihn in den Süden von Äthiopien, ins Tal des Omo-Flusses. Dort leben viele Völker noch ganz traditionell wie bereits vor Hunderten von Jahren.

Die Ausstellung von Werner Kaspar Huber mit kolorierten Fotos aus Äthiopien in der Kleingalerie Müller feiert am Freitag, 15. März, um 19 Uhr, Vernissage. Anschliessend ist die Ausstellung bis zum 6. April zu sehen.

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