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REISEN: Urner zieht es in den Norden

Badeferien stehen zwar noch immer hoch im Kurs, doch immer mehr Urner ziehen eine Reise in den Norden den Stränden in Spanien oder Griechenland vor. Auch Ferien in Übersee wurden vermehrt gebucht.
Carmen Epp
Im hohen Norden auf einer Kreuzfahrt – wie hier an der Westküste Norwegens – fühlen sich Urner am sichersten. (Bild: PD (März 2009))

Im hohen Norden auf einer Kreuzfahrt – wie hier an der Westküste Norwegens – fühlen sich Urner am sichersten. (Bild: PD (März 2009))

Carmen Epp

carmen.epp@urnerzeitung.ch

Sommerzeit ist Ferienzeit – und die verbringen die Urner noch immer am liebsten am Meer, wie eine Anfrage unserer Zeitung bei zwei Urner Reisebüros zeigt. «Klassische Badeferien sind nach wie vor führend», sagt Karin Wiget von der Reisestube Altdorf. Neben Spanien sei vor allem Griechenland sehr beliebt bei den Urnern. «Aktuell geht es um die letzten Plätze», verdeutlicht Wiget die Nachfrage.

Als Grund dafür nennt die Reisefachfrau die andauernde Zurückhaltung gegenüber Reisen in die Südtürkei oder nach Ägypten. Hier sei die Nachfrage zwar wieder etwas grösser als noch im vergangenen Jahr, aber noch lange nicht so hoch wie vor den Unruhen in den beiden Ländern. Das bestätigt auch Jörg Keller, Geschäftsführer von Idea Reisen. «Griechenland und der ganze spanische Raum profitieren von der geopolitischen Lage in der Türkei und in Ägypten.»

Reisen in den Norden und nach Übersee boomen

Urner, die nicht nach Griechenland oder Spanien ausweichen, verbringen ihre Ferien gerne im Norden. Der Run auf Skandinavien, der seit zwei Jahren feststellbar ist, hat sich fortgesetzt, wie Wiget und Keller bestätigen. «Auch Island, Irland, Schottland und Südengland sind derzeit sehr gefragt», sagt Wiget.

Als Grund nennen beide auch hier das Sicherheitsgefühl der Kunden, das im Norden grösser sei. «Oft wird eine Reise in den Norden auch mit einer Kreuzfahrt verbunden», sagt Keller. «Und auf einem Schiff fühlen sich viele noch sicherer.» Da die Destinationen aber grundsätzlich teurer sind, würden vor allem Pärchen und besser Verdienende ihre Ferien im Norden verbringen, hält Keller fest. «Eine Familie mit fünf Kindern reist in der Regel nach wie vor nach Italien, Frankreich oder Spanien.»

Häufiger gewählt würden ausserdem Reisen nach Übersee. «Vor allem Kanada, das heuer seinen 150. Geburtstag feiert und deshalb allen Besuchern freien Eintritt in Nationalparks gewährt, ist bei den Urnern in diesem Jahr sehr beliebt», sagt Wiget. Keller stellt ausserdem einen vermehrten Trend der Urner hin zu Individual- und Fernreisen fest, etwa nach Amerika, Australien, Südafrika oder Costa Rica.

Für komplexe Reisen muss der Fachmann her

Um Ferien zu buchen, ist man längst nicht mehr auf das Reisebüro angewiesen – im Internet finden sich zahlreiche Anbieter, um Flug, Hotel und Co. zu buchen. Das bekommen vor allem grosse, internationale Reiseanbieter schmerzlich zu spüren. Urner setzen jedoch nach wie vor häufig aufs Reisebüro, wie Wiget und Keller sagen. «Unsere Kunden sind zwar sehr geübt mit dem Internet und vergleichen dort auch mal Angebote und Preise», sagt Wiget. «In den meisten Fällen können wir aber mit den Angeboten mithalten oder gar dasselbe auch bei uns für die Kunden buchen.» Das bestätigt auch Keller. Gerade für komplexere Reisen würden noch immer viele das Reisebüro aufsuchen und die Organisation ihrer Reise delegieren. Keller vermutet, dass das auch regional unterschiedlich sein könnte. «In urbanen Gebieten spezialisieren sich die Reisebüros auf eine oder zwei Destinationen, auf dem Land sind noch immer Generalisten gefragt.»

Und auch beim Buchungsverhalten spiele die geopolitische Lage eine Rolle, sagt Wiget. Reisebüros würden wertvolle Infos zu aktuellen Gefahren vermitteln. Ausserdem seien die Airlines im Moment sehr launisch, was Flugplanänderungen und gar -streichungen angeht. «Da haben die Urner Kunden gerne ein Reisebüro als Ansprechpartner im Rücken, der durch den direkten Kontakt mit den Veranstaltern und Airlines das Beste für sie herausholen kann.»

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