Kanton Uri
Rekordnachfrage für Förderprogramm Energie Uri

Die Fördergelder für das laufende Jahr sind ausgeschöpft. Neue Gesuche sind erst 2022 wieder möglich.

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Hier wird in Erstfeld ein Einfamilienhaus energetisch saniert.

Hier wird in Erstfeld ein Einfamilienhaus energetisch saniert.

Bild: PD

Auch 2021 ist die Nachfrage für Gelder aus dem Förderprogramm Energie Uri wieder auf dem Rekordniveau des Vorjahres. Das Budget von 3,4 Millionen Franken hat laut einer Mitteilung der Baudirektion Uri fast bis Ende Jahr ausgereicht. Das angestrebte Ziel, die Mittel in energetisch gute Projekte der Urner Bevölkerung zu investieren, sei vollständig erreicht worden.

Einer der Schwerpunkte des Förderprogramms bilde das Einsparen von Energie bei bestehenden Bauten durch Dämmen (Isolieren) der Gebäudehülle, so die Mitteilung weiter. Dadurch könne der Heizwärmebedarf je nach Gebäude mehr als halbiert werden. Ein zweiter Schwerpunkt sei der Ersatz von Ölheizungen durch erneuerbare Heizsysteme, um den Bedarf an Wärme für das Heizen und das Warmwasser möglichst fossil- und damit CO2-frei zu decken.

Weiter wurden energetisch gute Neubauten (Minergie-P), der Ersatz von Elektroheizungen, Energieberatungen sowie Fotovoltaikanlagen und solarthermische Anlagen unterstützt. Finanziert wird das Förderprogramm durch einen Beitrag des Kantons Uri und durch einen anteilsmässig deutlich höheren Beitrag aus der CO2-Abgabe des Bundes.

Prognosen zur Nachfrage sind schwierig

«In Anbetracht dessen, dass im letzten Jahr das Budget bereits Mitte Juli ausgeschöpft war, ist es als sehr positiv zu beurteilen, dass in diesem Jahr Mittel bis Ende Oktober vorhanden waren», wird Alexander Walker, Leiter Amt für Energie, in der Mitteilung zitiert. Prognosen wie hoch die Nachfrage von Jahr zu Jahr sein werden, seien sehr schwierig formulierbar. Vor diesem Hintergrund hätten sich die Anpassungen an der Ausgestaltung des Förderprogramms sehr gut bewährt.

Weil alle Fördergelder vergeben sind, können für das laufende Jahr keine neuen Gesuche mehr eingereicht werden. Das Förderprogramm Energie Uri für das nächste Jahr sei aber bereits in Erarbeitung. Nach wie vor profitieren könne man dagegen von Förderbeiträgen für die Energieberatung. Dazu gehören die Beratung «erneuerbar heizen» und die «Sanierungsberatung Gebäudehülle Uri».

Urner Gewerbe und Wirtschaft profitieren

«Es ist sehr erfreulich, dass die Urnerinnen und Urner auch in diesem Jahr wieder kräftig in energetische Massnahmen investiert haben», so Alexander Walker. Der sorgsame Umgang mit der Energie und die Verringerung des CO2-Fussabdrucks seien wichtige Ziele, welche es zu erreichen gelte. Das Förderprogramm Energie Uri habe ausserdem den positiven Endeffekt, dass auch das Gewerbe und die Wirtschaft direkt profitierten. (pd/mu)

Auskunft erteilt das Amt für Energie (041 875 2688, energie@ur.ch). Informationen erhält man unter www.ur.ch/energie.

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