RETTUNGSFLÜGE: Sommerwetter – und die Rega rotiert wie wild

Für die Rega gibt es derzeit in den Bergen viel Arbeit auch in der Helikopterbasis Erstfeld. Manchmal fehlt sogar die Zeit zum Mittagessen.

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Der Rega-Helikopter landet auf einem kleinen Absprung in den Bergen, eine Verletzte Frau wird geborgen. (Bild Corinne Glanzmann/Neue SZ)

Der Rega-Helikopter landet auf einem kleinen Absprung in den Bergen, eine Verletzte Frau wird geborgen. (Bild Corinne Glanzmann/Neue SZ)

31. Juli 2008, 11.55 Uhr: In der Rega-Helikopterbasis in Erstfeld klingelt das Telefon. Notarzt Daniel Smole (36) aus Altdorf geht ran: «Frau mit Verdacht auf Fussfraktur in der Nähe der Trifthütte im Grimselgebiet.» Pilot Andy Bauer (52) aus Altdorf und Rettungssanitäter Hans Stocker (56) aus Schattdorf lassen alles stehen und begeben sich zum Helikopter.

Innerhalb von 2 Minuten schlüpfen die drei in ihre Overalls und machen die Ausrüstung bereit. Unter dem ohrenbetäubenden Lärm des Rotors steigt der Helikopter in den Himmel über Erstfeld.

Minuten entscheiden
Die Schnelligkeit der Retter ist von entscheidender Bedeutung: Minuten, ja manchmal gar Sekunden können über Leben und Tod entscheiden. Die Helikopter können innerhalb von 15 Minuten an jeder Unfallstelle sein. Vorausge setzt, dass sie nicht bereits in einem anderen Einsatz sind.

Die Rega-Basis Erstfeld ist die einzige in der Zentralschweiz. Insgesamt unterhält die Rega in der Schweiz zehn eigene und drei Partnerbasen. Auf diesen sind zwölf Helikopter und drei Flugzeuge stationiert. Jede Basis betreut ein Einsatzgebiet im Umkreis von 60 Kilometern.

Die Basis Erstfeld ist in den Monaten Juli und August von 8 bis 19.30 Uhr besetzt. Während dieser Zeit sind jeweils ein Pilot, ein Rettungssanitäter und ein Notarzt in der Basis. Ausserhalb dieser Zeiten werden die Rettungskräfte von zu Hause aus angefordert. Um einen solchen Stützpunkt zu betreiben, müssen alle drei Positionen doppelt bis dreifach besetzt sein.
Die Basis in Erstfeld kann dieses Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiern. «Rega 8» gilt als typische Gebirgsbasis mit einem dementsprechenden Einsatzspektrum. Im Winter sind es vor allem Wintersport-, im Sommer Bergunfälle.

Sasa Rasic

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Urner Zeitung.