RHC Uri steht vor wegweisender Doppelrunde

Die Urner Rollhockeyaner sind NLA-Schlusslicht und deshalb dringend auf Punktezuwachs angewiesen.

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RHC-Uri-Spieler Nicola Imhof (am Ball) erlitt einen Schlüsselbeinbruch und fällt mehrere Wochen aus.

RHC-Uri-Spieler Nicola Imhof (am Ball) erlitt einen Schlüsselbeinbruch und fällt mehrere Wochen aus.

Bild: Urs Hanhart (Seeodrf, 27. November 2017)

(ji) Nach der unglücklichen 3:4-Niederlage vom letzten Sonntag in Uttigen steht der letztplatzierte RHC Uri vor der bevorstehenden NLA-Doppelrunde mit dem Rücken zur Wand. Oder in anderen Worten ausgedrückt: Die Urner müssen am Wochenende dringend punkten. Auf dem Papier stehen die Chancen auf einen Punktezuwachs am Samstag in Diessbach bedeutend schlechter als am Sonntag zu Hause gegen Wimmis.
Mit der Rückkehr des langzeitverletzten Ausnahmekönners Pascal Kissling hat Vizemeister Diessbach zu alter Stärke zurückgefunden. Zuletzt reihten die Seeländer Sieg an Sieg. Kommt hinzu, dass die Urner auswärts und zudem auf einer Unterlage antreten müssen, die ihnen nicht besonders behagt. Daher kommt es nicht von ungefähr, dass der letzte Urner Sieg in Diessbach bereits Jahre zurückliegt.

«Sechs-Punkte-Spiel» gegen Wimmis

In den beiden letzten Spielen gegen die unmittelbaren Tabellennachbarn Wimmis und Uttigen konnte das Team von Carlos Sturla eine gewisse Nervosität nicht verbergen. Zu gross war die Angst vor Fehlern. Am Samstag dürfte das anders sein. Niemand erwartet Punkte, weshalb die Urner befreit aufspielen können.

Die Erwartungshaltung dürfte am Sonntag, erst recht wenn die Urner am Samstag verlieren, anders ausfallen. Der Gast aus Wimmis liegt einen Rang und drei Punkte vor dem RHC Uri. Es handelt sich also um ein klassisches «Sechs-Punkte-Spiel». Entweder ziehen die Urner mit den Berner Oberländern gleich oder der Abstand auf das rettende Ufer beträgt dann bereits sechs Punkte. Die Berner Oberländer liegen klar in der Reichweite des Heimteams. Diese Tatsache haben die Urner mit einem Sieg über Wimmis in der ersten Cuprunde bereits bewiesen. Die Auswärtspartie vor wenigen Wochen ging dann allerdings daneben. Die Urner legten einen Kaltstart hin: Nach etwas mehr als einer Viertelstunde lagen sie bereits mit 0:4 zurück. So erstaunt es nicht, dass Uri-Trainer Carlos Sturla ein derartiges Szenario am Sonntag vermeiden möchte: «Wir haben damals kopflos gespielt und liessen uns eiskalt auskontern. Wir haben dieses Spiel analysiert und werden unsere Lehre daraus zeihen.»

Für das kapitale Doppelwochenende steht Carlos Sturla bis auf Nicola Imhof das gesamte Kader zur Verfügung. Imhof erlitt in einem Trainingsspiel gegen Biasca einen Schlüsselbeinbruch und fällt für mehrere Wochen aus.