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Vor dem Saisonstart: Neuer Trainer des RHC Uri hat grosse Ambitionen

Ein neuer Trainer und ein prominenter Rückkehrer zwischen den Pfosten sollen für frischen Wind sorgen. Am Freitagabend starten die Urner mit einem Cupspiel.
Urs Hanhart
Der neue Trainer Carlos Sturla hat diese Saison grosse Ambitionen. (Bild: Urs Hanhart, 30. September 2019)

Der neue Trainer Carlos Sturla hat diese Saison grosse Ambitionen. (Bild: Urs Hanhart, 30. September 2019)

Es ist Montag und kurz nach 20.30 Uhr. Beim Fanionteam ist ein Training angesagt. Der frisch verpflichtete Trainer Carlos Sturla versammelt die Spieler auf dem Feld vor dem Aufwärmprogramm zu einer kurzen Besprechung. Seine Anweisungen gibt er vor allem in spanischer Sprache. Zum Teil sind auch italienische Wörter zu hören. Sturla spricht kein Englisch und momentan auch noch fast kein Wort Deutsch. «Das ist kein Problem für uns. Es gibt mehrere Spieler im Kader, die Spanisch oder Italienisch sprechen und für die anderen übersetzen können», sagt Coach Philipp Schuler.

Der 60-Jährige ist argentinisch-italienischer Doppelbürger. Die erste Mannschaft des RHC Uri hat er seit rund drei Monaten unter seinen Fittichen. Er versichert: «Es gefällt mir sehr gut hier im Kanton Uri und auch bei meinem neuen Verein. Das Team verfügt über grosses Potenzial. Aber es steht uns noch viel harte Arbeit bevor.»

Sohn des Trainers als Vermittler

Sturla, der 1982 von Argentinien nach Italien auswanderte, spielte früher fast ein Jahrzehnt in der obersten italienischen Liga Rollhockey, die zu den besten der Welt gehört. 2002 wurde er Trainer beim Serie-A-Club Sarzana und hatte dieses Halbprofi-Amt bis Ende letzter Saison inne. Dass der RHC Uri einen derart erfahrenen und versierten Trainer an Land ziehen konnte, war kein Zufall. Carlos Sturlas Sohn Felipe Sturla spielt nämlich seit der letzten Saison bei den Urnern und gehört seither zu den Teamstützen. Durch ihn kam der Kontakt zu Stande. Ein kleiner Verein wie Uri kann sich logischerweise keinen Halbprofi- oder gar Profitrainer leisten. Deshalb geht Sturla auch noch einem Vollzeitjob nach. Er arbeitet bei der Gipo AG in Seedorf als Mechaniker. Der neue Headcoach hat Grosses vor mit seinem Team, wie er verriet:

«Ich möchte den Spielern eine Winner-Mentalität vermitteln und den Meistertitel holen.»

Es sei sein Naturell, dass er seine Aufgaben stets mit viel Optimismus in Angriff nehme. «Von den Spielern erwarte ich, dass sie mit der richtigen Einstellung sowie viel Spielfreude ans Werk gehen und bereit sind, hart an sich zu arbeiten.»

In der vergangenen Saison konnte Uri den Ligaerhalt erst relativ spät definitiv sicherstellen. Die Mannschaft müsste sich also gewaltig steigern, um vorne ein Wörtchen mitzureden. Vom Kader her hat es bei Uri keine grossen Änderungen gegeben. Sämtliche Tenöre sind noch dabei. Der talentierte Youngster Matteo Gasser wird voraussichtlich eine Spielpause einlegen. Dafür sind Manuel Gisler und André Schuler wieder zum Fanionteam gestossen. Zurückgekehrt zu den Urnern ist auch Keeper Ricardo Figueiredo. Der portugiesisch-südafrikanische Doppelbürger hat zuletzt für den Spitzenclub Biasca gespielt, aber auch während dieser Zeit weiterhin im Urnerland gewohnt. Für Uri ist das Comeback des südafrikanischen Nationalgoalies ein Glücksfall, zumal der langjährige Stammkeeper Marcel Greimel wegen eines Kreuzbandrisses voraussichtlich die gesamte Saison verpassen wird. Mit Figueiredo, Marc Blöchlinger und Pedro Marinho verfügt Uri über ein sehr solides Keeper-Dreigestirn. Ex-Nationalspieler Joshua Imhof, der sich Ende der letzten Saison ebenfalls einen Kreuzbandriss zuzog, ist wieder voll einsatzbereit. Im Gegensatz zu Greimel war bei ihm keine Operation nötig.

Kein Einsatz im Europacup

Zum Saisoneinstieg hat der RHC Uri ein sehr happiges Programm zu bestreiten. Am Freitagabend muss er in der ersten Cuprunde gegen den NLA-Vertreter Wimmis antreten. Dieses mit Spannung erwartete Duell der beiden letztjährigen Abstiegsrundenteilnehmer wird um 20.30 Uhr in der Seedorfer Rollhockey-Arena angepfiffen. Tags darauf müssen die Urner bereits wieder in die Hosen. Sie gastieren zum Meisterschaftsauftakt bei NLA-Aufsteiger Wolfurt (18 Uhr). Ein Gegner, der sicherlich zu packen sein sollte, haben doch die Vorarlberger schon zwei Meisterschaftspartien bestritten und sowohl gegen Genf als auch gegen Biasca jeweils deutlich mit 3:7-Toren verloren. In dieser Saison kann sich der RHC Uri voll auf Meisterschaft und Cup konzentrieren. Für den Europacup hat er sich aufgrund der durchzogenen letzten Saison erstmals seit vielen Jahren nicht qualifiziert.

Rollhockey, Cup. Heute: RHC Uri – RHC Wimmis (20.30).

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