Risikosportarten
Wird das Risikoaktivitätengesetz eingehalten? Polizei führt Kontrollen abseits der Pisten durch

Die Kantonspolizei Uri stellt Freeridern, Bergführern und Schneesportlehrern ein gutes Zeugnis aus. Das Gesetz wurde in dieser Wintersaison eingehalten.

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(pd/RIN) Bei Neuschnee zieht es immer wieder viele Schneebegeisterte auf die Skipiste. Doch nicht nur das Fahren auf der Piste, sondern auch das Freeriden oder Skitourenfahren neben der Piste lockt in die Berge. Dabei kommt es immer wieder zu schweren Unfällen, manche sogar mit tödlichem Ausgang. Begibt man sich auf eine geführte Tour, sei es laut der Kantonspolizei Uri wichtig, sich dabei durch einen offiziellen Schneesportlehrer oder Bergführer begleiten zu lassen.

Bei Touren abseits der gesicherten Pisten sollte man sich wenn möglich durch eine ausgebildete Person begleiten lassen.

Bei Touren abseits der gesicherten Pisten sollte man sich wenn möglich durch eine ausgebildete Person begleiten lassen.

Bild: PD

Bei Sportarten, welche einem höheren Unfallrisiko ausgesetzt sind, kommt das sogenannte Risikoaktivitätengesetz zum Tragen. Das Gesetz regelt das Bergführer- und Schneesportlehrerwesen sowie andere gewerbsmässig angebotene Outdooraktivitäten wie beispielsweise Canyoning oder River-Rafting. Das Gesetz beinhaltet unter anderen den bewilligungspflichtigen Schneesportunterricht ausserhalb der gesicherten Pisten und definiert die erlaubten Tätigkeitsfelder der Schneesportlehrer. Der Kanton Uri ist aufgrund seiner topografischen Lage prädestiniert für solche Risikosportarten wie Freeride oder Skitourenfahren, weshalb sich die Kantonspolizei Uri dieser Thematik angenommen hat.

Gespräche mit Schneesportschulen geführt

In einer ersten präventiven Phase führten Polizeiangehörige im November 2020 Gespräche mit allen Schneesportschulen der Region Andermatt. Dabei wurden die Betriebe über den bewilligungspflichtigen Begleit abseits der gesicherten Pisten informiert. Bei einem Verstoss gegen die Bestimmungen muss mit einer Anzeige gerechnet werden. «Der Austausch war sehr wertvoll und wurde geschätzt», heisst es in der Mitteilung der Kantonspolizei Uri. In einer zweiten Phase fanden an vier Tagen zwischen Januar und März 2021 Kontrollen im Gebiet Nätschen/ Gemsstock statt. Dabei habe die Kantonspolizei Uri keine Widerhandlungen festgestellt.

Die Kantonspolizei Uri appelliert an die Wintersportlerinnen und Wintersportler. Das Skifahren ausserhalb der gesicherten Piste bringe nicht nur sich selbst, sondern bei einem Unfall auch Helfer und Retter in Gefahr. Man solle sich bei solchen Touren, wenn immer möglich, durch ausgebildete Personen begleiten lassen.

Das Direktionssekretariat der Sicherheitsdirektion ist zuständig für den Vollzug der Gesetzgebung über Risikosportarten inklusive Ausstellung der Bewilligungen. Informationen dazu findet man hier. Weitere Informationen zum Thema Risikoaktivitäten finden sich auf der Website des Bundesamts für Sport (Baspo).