ROLLHOCKEY: Uris Halbfinalqualifikation vertagt

Der RHC Uri zieht in Uttigen mit 3:5 den Kürzeren. Damit steht es in der Playoff-Serie 1:1. Das alles entscheidende dritte Spiel findet kommenden Samstag um 18 Uhr in Seedorf statt.

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Uris André Costa (am Ball) erzielt zwei Treffer gegen Uttigen. (Bild: Urs Hanhart (Seedorf, 7. Januar 2018))

Uris André Costa (am Ball) erzielt zwei Treffer gegen Uttigen. (Bild: Urs Hanhart (Seedorf, 7. Januar 2018))

Dass die Urner im Berner Oberland vor einer schwierigen Aufgabe stehen würden, war bereits vor dem Spiel klar. Mit Simon von Allmen und Matteo Gasser fehlten den Gästen zwei wichtige Akteure. Gleichzeitig hatte Uttigen keinerlei Abwesenheiten zu verkraften. Doch die Niederlage allein diesem Umstand zuzuschreiben, greift zu kurz. Das Heimteam verdiente sich den Sieg mit einer couragierten und kämpferischen Leistung über die gesamte Spieldauer. Demgegenüber wirkten die Urner in einigen Situationen etwas gehemmt und ideenlos. Vor allem im Abschluss fehlte den Gästen die erforder­liche Kaltblütigkeit. Aus zwei direkten Freistössen und ebenso vielen Penaltys resultierte lediglich ein magerer Treffer. Auch aus dem Spiel gelang nicht viel. Gefährlich wurde es praktisch einzig bei Kontersituationen. Uttigens Torhüter Roman Langenegger bedeutete aber zu oft Endstation.

Den beschriebenen Kräfteverhältnissen entsprechend eröffnete Uttigen in der 8. Minute den Torreigen. Joshua Imhof lenkte einen Abschluss der Berner Oberländer unglücklich ins eigene Netz. Entgegen dem Spielverlauf drehte André Costa die Partie in der 14. Minute. Innert 25 Sekunden erzielte er zwei Treffer. Anstatt diesen Vorsprung zu verwalten, gelang Uttigen 8 Sekunden später bereits der Ausgleich. Mit 2:2 ging es schliesslich in die Pause. Nach dem Unterbruch hatte Uri gleich zu Beginn einige hochkarätige Möglichkeiten. Zählbares schaute dabei aber nicht heraus. So geschah, was so oft geschieht in diesen Situationen: Uttigen gelang das 3:2. Eine wirkliche Reaktion blieb aber vorerst aus. Ganz im Gegenteil traf Uttigen in der 44. Minute zur 4:2-Führung.

Hoffnung währt nur kurz

Erst jetzt zeigte Uri Zähne. Schliesslich brachte Uri-Captain Michael Gerig die Hoffnung in der 45. Minute zurück. Er verwertete einen direkten Freistoss. Mit aller Vehemenz drückten die Gäste nun auf den Ausgleich. Die Offensivbemühungen gingen zu Lasten der Defensive, sodass Uttigen in der 48. Minute zum 5:3 traf – die Entscheidung. Ein enttäuschter Uri-Coach Max Aschwanden meinte nach dem Spiel: «Es wäre schön gewesen, die Halbfinalqualifikation bereits in diesem Spiel in trockene Tücher zu bringen. Ich bin aber nach wie vor überzeugt, dass wir es schaffen werden. Nun halt in drei Spielen.»

Das erwähnte entscheidende dritte Spiel findet am kommenden Samstag um 18 Uhr in Seedorf statt. (ji)

Uttigen – Uri 5:3 (2:2)

Grüenäblätz. – 100 Zuschauer. – Uri: Marcel Greimel, Jannis Fussen, Remo Schuler, Jo­shua Imhof, Michael Gerig (1), Adrian Briker, André Costa (2), Nicola Imhof, Tim Aschwanden, Marc Blöchlinger. – Bemerkung: Uri ohne Simon von Allmen (Beruf) und Matteo Gasser (verletzt).