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ROLLHOCKEY: Urner Talent steht im Rampenlicht

Remo Schuler vom RHC Uri darf heute Abend in seinem ersten Ernstkampf für die Schweiz gleich gegen Topfavorit Portugal antreten. Eine grosse Aufgabe für den Seedorfer mit Torriecher.
Philipp Zurfluh
Remo Schuler hat sich für die EM in Italien viel vorgenommen. (Bild: Corinne Glanzmann (Seedorf, 24. Juli 2017))

Remo Schuler hat sich für die EM in Italien viel vorgenommen. (Bild: Corinne Glanzmann (Seedorf, 24. Juli 2017))

Philipp Zurfluh

philipp.zurfluh@urnerzeitung.ch

Um 19 Uhr geht es los: Die Schweizer Rollhockey U17-Nationalmannschaft bestreitet heute Abend an der Europameisterschaft ihr Eröffnungsspiel in ­Fanano – eine Kleinstadt in der Provinz Modena, zwischen Bologna und Florenz gelegen. In diesem wartet sogleich ein harter Prüfstein. Es kommt zum ­Duell mit dem heissen Titelanwärter Portugal. Mit dabei ist der 16-jährige Remo Schuler vom RHC Uri. «Ich freue mich sehr, erstmals auf internationaler Bühne spielen zu können.» Etwas angespannt, aber voll motiviert, zeigt sich der U20-Spieler des RHC Uri wenige Tage vor dem Grossanlass.

Die Leidenschaft für diese dynamische Sportart hat ihn schon früh gepackt. Im Kindergartenalter gab es die ersten Gehversuche auf den Rollschuhen, und er nahm an einem Schnuppertraining teil. Seither kann er sich nicht mehr vorstellen, ohne diesen Sport zu leben. «Roll­hockey fasziniert mich. Die Kombination aus ausgefeilter Stocktechnik, Ballgefühl und Schnelligkeit macht diesen Sport so abwechslungsreich.»

Seine drei Geschwister machen es ihm gleich

Das in Seedorf aufgewachsene Nachwuchstalent teilt sein Rollhockeytalent mit den Geschwistern. So spielen seine beiden Schwestern in der ersten Mannschaft der Frauen des RHC Uri, und auch sein Bruder ist als Goalie des NLC-Teams ein aktives Mitglied des Vereins.

Wenn er gerade nicht auf seinen Rollhockeyschuhen herumkurvt, geniesst es Remo Schuler vor allem, in der Natur zu sein. Klettern und Velofahren gehören zu seinen liebsten Freizeitaktivitäten. Der Urner absolviert zurzeit eine Lehre als Baumaschinenmechaniker. Obwohl die schulischen Verpflichtungen viel Zeit in Anspruch nehmen, bleibt genügend Zeit, um seinem bevorzugten Hobby nachzugehen. Der Urner Nachwuchsspieler mit der Nummer 4 auf dem Schweizer Trikot hat seine Stärken vor allem in der Offensive. Remo Schuler bezeichnet sich nicht als versierter Techniker, sondern eher als klassischer Strafraumstürmer mit einem äusserst guten Torriecher. «Man muss manchmal das Gespür haben, wo der Ball hingeht, und dann am richtigen Ort stehen.» Der Rollhockeyspieler durfte schon bei einigen Partien mit der U17-Nationalmannschaft mittun, doch bisher waren es nur Freundschaftsspiele.

Vier Spiele in vier Tagen

Am vergangenen Samstag ist die Mannschaft nochmals zusammengekommen. Dort gaben die Trainer noch einige taktische Anweisungen. Zudem durften die Spieler das Material fassen. «Das rot-weisse Trikot fühlt sich gut an und motiviert mich für die EM», sagt Remo Schuler. Das Programm der U17-Nati hat es in sich. Innerhalb von vier Tagen hat das Team vier Partien zu absolvieren – ein Mammutprogramm. Dessen ist sich auch Remo Schuler bewusst: «Das werden intensive und kräftezehrende Spiele, da bleibt wenig Zeit zur Erholung.» Zehn Nationen nehmen an der EM teil, gespielt wird in zwei Fünfergruppen.

Nach dem Auftaktspiel gegen Portugal duelliert sich die Schweiz noch mit Andorra, Frankreich und Österreich. Der Erst- und Zweitplatzierte qualifiziert sich für die Halbfinals, die anderen bestreiten Rangierungsspiele. «Wenn alles perfekt läuft, dürfen wir uns Hoffnungen auf das Halbfinal machen», glaubt Schuler. Ein Selbstläufer werde dies aber nicht. «Ich bin mir bewusst: Es wird ein Kampf auf Biegen und Brechen, geschenkt wird uns nichts.»

Zur Serie:

«Jungtalente im Sport»
Sie sind jung, ehrgeizig und zählen zu den grossen Urner Sport-Nachwuchshoffnungen. Die «Urner Zeitung» porträtiert in loser Folge verheissungsvolle Talente, die den grossen Sprung an die Spitze schaffen wollen. (pz)

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