Romed Aschwanden leitet das neue Urner Uni-Institut «Kulturen der Alpen»

Das Urner Institut «Kulturen der Alpen» der Universität Luzern ist in die Räumlichkeiten der Dätwyler-Stiftung in Altdorf eingezogen. Mit Romed Aschwanden übernimmt ein einheimischer Historiker die Geschäftsführung.

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Romed Aschwanden übernimmt die Geschäftsführung. (Bild: PD)

Romed Aschwanden übernimmt die Geschäftsführung. (Bild: PD)

(zf) Der Kanton Uri installiert in enger Zusammenarbeit mit der Universität Luzern ein universitäres Forschungsinstitut. Das Urner Institut «Kulturen der Alpen» an der Universität Luzern steckt nun mitten in der Aufbauphase, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht: In den vergangenen Wochen bezog es an der Dätwylerstrasse 25 in Altdorf Räumlichkeiten der Dätwyler-Stiftung. Ab dem kommenden Jahr werden dort mehrere Doktoranden tätig sein, die sich im Rahmen ihrer Dissertationen mit «regionalen und gesamt-alpinen Fragestellungen im Kontext globaler Herausforderungen» auseinandersetzen. Zudem sind wissenschaftliche Tagungen geplant – dies als Beitrag zur lokalen Verankerung und zur Förderung der interdisziplinären Forschung.

Verein übernimmt Trägerschaft

Das Institut «Kulturen der Alpen» wird vorerst für eine Dauer von drei Jahren (2019 bis Ende 2022) betrieben. Dies jedoch mit dem klaren Ziel, das Projekt anschliessend definitiv weiterzuführen. Damit wird das im Urner Regierungsprogramm 2016 bis 2020+ gesetzte Ziel für die physische Präsenz eines Bildungs- beziehungsweise Forschungsinstituts aus dem Hochschulbereich erreicht.

Der Verein Wissenschaft Uri dient während der ersten drei Jahre als Projektträger. Der Verein besteht aus dem Kanton Uri sowie den beiden Urner Korporationen Uri und Ursern. Ruth Wipfli Steinegger, Vorstandsmitglied des Universitätsvereins der Universität Luzern, amtet als Präsidentin. Dem Vereinsvorstand gehören weiter an: Ivo Schillig (Geschäftsführer der Stiftung Alpines Energieforschungscenter Alpenforce), Kurt Schuler (Vizepräsident Korporation Uri), Georg Simmen (Talschreiber Korporation Ursern) und Hans-Rudolf Schurter (ehemaliger CEO der Schurter-Gruppe). Finanziert wird das Vorhaben durch den Kanton Uri und die Dätwyler Stiftung.

Einheimischer übernimmt Geschäftsführung

Das Institut bildet organisatorisch eine von der Universität Luzern unabhängige Einheit. Vor Ort kümmert sich Romed Aschwanden um die Geschäftsführung des Instituts. Der Bürgler Historiker verteidigte erst vor wenigen Wochen an der Universität Basel seine Dissertation «Politisierung der Alpen, Schweizerischer Alpenschutz in der Ära der Europäischen Integration (1960–2000)». Der Präsident der Urner Museumskonferenz und Vizepräsident des Historischen Vereins Uri arbeitet zudem in einem Teilzeitpensum als Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Departements Geschichte der Universität Basel.

Mehr Infos gibt es unter www.kulturen-der-alpen.ch