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Axenstrasse: Rot bedeutet hier Lebensgefahr

Seit Freitag um 13.13 Uhr rollt der Verkehr wieder auf der Axenstrasse. Allerdings gibt es aus Sicherheitsgründen verschiedene Einschränkungen zwischen Sisikon und Flüelen.
Urs Hanhart
Das erste Auto fährt um 13.13 Uhr nach der Wiedereröffnung auf der Axenstrasse zwischen Sisikon und Flüelen durch die ehemalige Gefahrenzone bei Sisikon. (Bild: Urs Flüeler/Keyston, Sisikon, 13. September 2019)Das erste Auto fährt um 13.13 Uhr nach der Wiedereröffnung auf der Axenstrasse zwischen Sisikon und Flüelen durch die ehemalige Gefahrenzone bei Sisikon. (Bild: Urs Flüeler/Keyston, Sisikon, 13. September 2019)
Marcel Giger aus Amden fährt als Erster durch Strasse und wird sogleich von Medienleuten umgarnt. (Bild: Urs Hanhart, Sisikon, 13. September 2019)Marcel Giger aus Amden fährt als Erster durch Strasse und wird sogleich von Medienleuten umgarnt. (Bild: Urs Hanhart, Sisikon, 13. September 2019)
Bevor die Strasse freigegeben wurde, machte die Polizei einen letzten Check. (Bild: Urs Hanhart, Sisikon, 13. September 2019)Bevor die Strasse freigegeben wurde, machte die Polizei einen letzten Check. (Bild: Urs Hanhart, Sisikon, 13. September 2019)
Der Urner Regierungsrat Urban Camenzind ist bei der Wiedereröffnung der Axenstrasse dabei. (Bild: Urs Flüeler/Keystone, Sisikon, 13. September 2019)Der Urner Regierungsrat Urban Camenzind ist bei der Wiedereröffnung der Axenstrasse dabei. (Bild: Urs Flüeler/Keystone, Sisikon, 13. September 2019)
Richard Kocherhans vom Bundesamt für Strassen (Astra) erläutert die Funktion der Übeerwachung- und Warnanlage. (Bild: Urs Hanhart, Sisikon, 13. September 2019)Richard Kocherhans vom Bundesamt für Strassen (Astra) erläutert die Funktion der Übeerwachung- und Warnanlage. (Bild: Urs Hanhart, Sisikon, 13. September 2019)
Für den Langsamverkehr bleibt die Strasse weiterhin gesperrt. (Bild: Urs Flüeler/Keystone, Sisikon, 13. September 2019)Für den Langsamverkehr bleibt die Strasse weiterhin gesperrt. (Bild: Urs Flüeler/Keystone, Sisikon, 13. September 2019)
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Die Axenstrasse ist wieder offen

Die Zahl 13 hatte am Freitag (13. September) in Sisikon Hochkonjunktur. Punkt 13.13 Uhr drückte Richard Kocherhans, Leiter der Astra-Filiale Zofingen, den Knopf einer Fernbedienung. Nur Sekundenbruchteile später schaltete die am Ende des Stutzegg-Tunnels platzierte Ampel von Rot auf blinkendes Orange. Damit war die Axenstrasse offiziell wieder offen, zumindest für Autos, Cars und Lastwagen. Landwirtschaftliche Fahrzeuge, Mofa- und Velofahrer sowie auch Fussgänger dürfen den Strassenabschnitt im Gumpischtal weiterhin nicht passieren. Für den gesamten Langsamverkehr wird die Sperrung aufrechterhalten. Auch der Weg der Schweiz bleibt im gefährdeten Gebiet zu.

Als Allererster fuhr am Freitag Marcel Giger aus Amden SG mit seinem Kleinbus durch die wiedereröffnete Axenstrasse. Dies nicht mit Absicht, sondern wegen einer Fehlinformation, wie er verriet: «Jemand hat mir gesagt, dass die Strasse bereits am Vormittag wieder offen ist. Ich fahre ins Tessin, um meinen Sohn zu besuchen, der momentan die RS absolviert. Heute ist dort Besuchstag. Wegen eines Staus im Raum Luzern habe ich halt notgedrungen in Sisikon bis zur Öffnung gewartet.» Dann ergänzte der ehemalige Linienpilot augenzwinkernd: «Ich hoffe, dass ich gut durchkomme und nicht als Versuchskaninchen herhalten muss.»

Lob für das Astra und die Pendler

Zugegen bei der Wiedereröffnung dieser wichtigen Verbindung zwischen Flüelen und Brunnen war auch der Urner Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind. Er liess es sich nicht nehmen, einen Augenschein vor Ort zu nehmen und Kocherhans ein wenig zu assistieren. Den Verantwortlichen zollte Camenzind ein dickes Lob: «Das Astra und alle Beteiligten haben in den letzten Wochen grossartige Arbeit geleistet.» Ein Kompliment ging aber auch an die von der Schliessung betroffenen Pendler und Unternehmen. Man sei flexibel und zum Teil sehr kreativ gewesen, um diese schwierige Situation zu meistern, so Camenzind.

Kocherhans erläuterte im Rahmen einer kurzen Begehung die Funktionsweise der installierten Überwachungs- und Warnanlage. Diese detektiert Blöcke und Murgänge, welche in Bewegung geraten und veranlasst eine automatische Sperrung der Axenstrasse. Er betonte: «Aufgrund der Reaktionszeit – 20 Sekunden vom Abbruch im Gumpischtal bis zum Auftreffen auf der Axenstrasse – muss die Strasse nach dem Sperren innert kurzer Zeit geräumt sein. Die Ampeln werden auf Rot geschaltet. Rot ist hier wirklich Rot. Man riskiert nicht nur eine saftige Busse bei Missachtung. Rot bedeutet hier Lebensgefahr.»

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