Ruedi Brand ist der erste schriftlich gewählte Kantonalpräsident der Trachtenvereinigung Uri

Die Wahlen der Kantonalen Trachtenvereinigung Uri wurden dieses Jahr schriftlich durchgeführt. Ehrungen finden statt – aber erst 2021.

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Der erneut gewählte Präsident Ruedi Brand.

Der erneut gewählte Präsident Ruedi Brand.

Pd / Urner Zeitung

(pd/mah) Eigentlich hätte die 75. Delegiertenversammlung der Kantonalen Trachtenvereinigung Uri in Bürglen abgehalten werden sollen. Das Datum, der 20. Mai 2020, stand bereits fest. Doch die Massnahmen des Bundes zur Bekämpfung des Coronavirus machten eine Durchführung im üblichen Rahmen unmöglich.

Der Vorstand der Trachtenvereinigung wählte deshalb einen ungewöhnlichen Weg: Die 75. Delegiertenversammlung wurde auf schriftlichem Weg abgehalten. Auf diese Weise konnten die notwendigen Geschäfte trotz Versammlungsverbot behandelt werden und die Gruppen konnten schriftlich ihre Stimme abgeben.

Nachfolgerin für die Kantonale Tanzleitung gefunden

So wurde zum ersten Mal in der Geschichte der Kantonalen Trachtenvereinigung Uri der Kantonalpräsident schriftlich gewählt. Ruedi Brand stellte sich für eine weitere Amtsdauer von zwei Jahren zur Verfügung – und er wurde einstimmig bestätigt. Ebenfalls zu wählen galt es die beiden Rechnungsrevisoren. Während sich Lorenz Zberg für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stellte, gab Hans Arnold seinen Rücktritt bekannt – für ihn stellte sich Martin Bissig zur Verfügung. Sowohl Lorenz Zberg als auch Martin Bissig wurden einstimmig gewählt.

Eine weitere Wahl, die eigentlich an der diesjährigen Versammlung hätte vollzogen werden sollen, betrifft das Amt des Tanzleiters: Die aktuellen Tanzleiter Irene Gisler und Markus Briker hatten nämlich schon im vergangenen Jahr angekündigt, dass sie auf die Delegiertenversammlung 2020 hin zurücktreten. Zur Freude des Vorstands konnte in der Person von Jolanda Briker-Imholz eine kompetente Nachfolgerin gefunden werden, die das Amt der Kantonaltanzleiterin übernehmen wird. Doch aufgrund der aktuellen Situation haben sich alle drei dazu bereit erklärt, das Tanzleiteramt bis zur nächsten Delegiertenversammlung gemeinsam auszuüben, weshalb in diesem Jahr die Wahl der Kantonaltanzleitung entfiel. Verschoben worden sind ausserdem sämtliche Ehrungen, die man an der diesjährigen Delegiertenversammlung hätte vornehmen wollen. Denn: Verabschiedungen und Ehrungen erfordern den würdigen Rahmen einer Versammlung, so der Vorstand.

«Trachtentänze zum Downloaden» gibt es später als geplant

Die weiteren Geschäfte wurden von allen acht Trachtengruppen einstimmig bestätigt, sowohl die Rechnung 2019 als auch das Budget 2020 oder der Jahresbeitrag. Auch die Jahresberichte wurden einstimmig gutgeheissen. In seinem Bericht blickte Präsident Ruedi Brand auf ein reich befrachtetes Programm 2019 zurück: vom Uri-Schwyz-Treffen in Seelisberg, dem Uri-Glarus-Treffen auf dem Urnerboden, der Teilnahme am Marché-Concours in Saignelégier bis hin zum Auftritt an der Olma.

Auch die Tanzleitung blickte auf die vielen unvergesslichen Anlässe zurück, an welchen die Urner Trachtenleute beteiligt waren oder die sie selbst auf die Beine gestellt hatten. Während im vergangenen Herbst noch erfolgreich die ersten Kantonaltanzproben abgehalten wurden, fielen auch diese im laufenden Jahr alle ins Wasser. Ein weiteres Projekt, das die Tanzleiter intensiv beschäftigte, ist das Projekt «Innerschweizer Trachtentänze zum Downloaden». Hierbei war man etliche Stunden mit Tanzbeschreibungen beschäftigt: Es wurden Tonaufnahmen, Tanzproben und Filmaufnahmen gemacht. Am 7. Juni hätte das «Tonträger-Projekt» präsentiert werden sollen, doch auch dieser Anlass ist inzwischen verschoben worden.