Rütli-Bomber: Eltern blitzen ab

Die Ermittler haben auch das Telefon und den E-Mail-Verkehr der Eltern des Rütli-Bombers überwachen lassen. Dies sei nötig gewesen, befindet das Bundesstrafgericht.

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Die Bundesanwaltschaft hat den Telefon- und E-Mail-Verkehr des mutmasslichen Rütli-Bombers zu Recht überwacht. Auch die Anschlüsse des Vaters und der Mutter des mutmasslichen Bombenlegers war nach Meinung des Bundesstrafgerichts korrekterweise kontrolliert worden.

Das Gericht verweist in diesem Zusammenhang auf die Schwere der strafbaren Handlungen, auf den dringenden Tatverdacht und auf den Umstand, dass der heute 38-jährige Elektromonteur zum Zeitpunkt seiner Taten noch bei seinen Eltern wohnte. Laut Gericht kann in solchen Fällen davon ausgegangen werden, dass eine verdächtige Person den Fernmeldeanschluss von Drittpersonen benutzt, um Sendungen oder Mitteilungen entgegenzunehmen oder weiterzugeben.

Dem Elektromonteur wird vorgeworfen, am 1. August 2007 auf dem Rütli nach der offiziellen Bundesfeier mit der damaligen Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey einen in der Wiese vergrabenen Sprengsatz zur Detonation gebracht zu haben. Verletzt wurde niemand.

Urs-Peter Inderbitzin

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