RÜTLIFEIER: Josef Dittli mahnt auf dem Rütli zur Sorgfalt

Der Urner Regierungsrat Josef Dittli hat in seiner 1.-August-Rede auf dem Rütli zu mehr Sorgfalt aufgerufen. Gerade in letzter Zeit habe es in der Schweiz wirtschaftliche und politische Ereignisse gegeben, bei denen die Entscheidungsträger ihre Verantwortung nicht oder zu wenig wahrgenommen hätten.

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Josef Dittli an seiner letztjährigen 1.-August-Rede in Altdorf. (Bild Manuela Kalbermatten/Neue UZ)

Josef Dittli an seiner letztjährigen 1.-August-Rede in Altdorf. (Bild Manuela Kalbermatten/Neue UZ)

Der Urner Sicherheitsdirektor sprach in seiner Rede sowohl die Vergangenheit wie auch die Zukunftschancen der Schweiz an. Es gelte Sorge zu tragen zu den Werten und Errungenschaften der Vorfahren und damit zu den föderalistischen Strukturen, zur Neutralität, zur Unabhängigkeit, zu den Sozialwerken und der eigenständigen Rolle. Politische Entscheide müssten immer sorgfältig getroffen werden nach dem Grundsatz «evolutionär, nicht revolutionär».

Zudem müsse sich jeder in seinem Verantwortungsbereich immer auch fragen, ob er die richtigen Dinge richtig tue. «Gerade in letzter Zeit gab es in unserem Land doch einige wirtschaftliche, aber auch politische Ereignisse, bei denen die Entscheidungsträger ihre Verantwortung nicht oder zu wenig wahrgenommen haben. Wen und was ich meine, geschätzte Gäste, das wissen sie wohl selbst am besten», sagte Dittli. Selbstkritisches und verantwortungsvolles Handeln mit Fingerspitzengefühl sei nötig. Dabei müsse auch den Lebensgrundlagen Sorge getragen werden, sagte Dittli weiter. Die Herausforderungen dürften weder mit Panik noch mit Sorglosigkeit angegangen werden. «Tragen wir Sorge zu uns und zu unserem Land, stellen wir uns den anstehenden Herausforderungen, kümmern wir uns um ein Klima des Wachstums und der Entwicklung», rief Dittli auf. Die Schweiz habe eine Zukunft und sei eine grosse Chance.

ap