RÜTLISCHIESSEN: Nidwaldner Schützen feiern Doppelsieg

1152 Schützinnen und Schützen knieten am 148. historischen Rütlischiessen in der Feuerlinie. Je 87 Punkte liessen sich Pius Wyss und Daniel von Holzen aus Ennetmoos auf ihren Standblättern notieren.

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Letzte Vorbereitung eines Schützen auf den Wettkampf. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Letzte Vorbereitung eines Schützen auf den Wettkampf. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

OK-Präsident Werner Staub von der organisierenden Rütlischützengesellschaft Engelberg sprach schon früh von einem Freudentag. Zum einen war das Wetter den Schützen hold, zum anderen zeigten sich die 1152 Schützinnen und Schützen in bester Wettkampflaune. Dass gleich zwei Schützen aus dem gleichen Verein an der Ranglistenspitze anzutreffen waren, kam in der Tradition des Rütlischiessen noch nicht oft vor.

Pius Wyss gewinnt Bundesgabe
Pius Wyss und Daniel von Holzen von der Schützengesellschaft Ennetmoss sorgten mit ihren 87 von möglichen 90 Punkten für ein Glanzresultat. Gewinner der Bundesgabe bei den Stammsektionen wurde allerdings Pius Wyss, da er in der Endabrechnung mehr Fünfer auf dem Standblatt hatte als sein Vereinskamerad Daniel von Holzen.

Gewinner der Bundesgabe bei den Gastsektionen wurde Hugo Kämpf aus dem bernischen Tschingel. Er war gleichzeitig der Meisterschütze bei den Gastsektionen und konnte ebenfalls den Meisterbecher mit nach Hause nehmen. Die Meisterbecher der Stammsektionen wurden Werner Föhn, Ried-Muotathal, Alice Arnold aus Baar und Daniel Epp aus Attinghausen überreicht.

«Das Rütlischiessen symbolisiert die Wehrhaftigkeit und den Wehrwillen der Schweizer Bevölkerung», sagte Hans Wallimann in seiner Festrede. Der Obwaldner Landammann brach dabei eine Lanze für den Schiesssport und die Armee. Für ihn ist es unverständlich, dass es heute schon fast zum guten Ton gehöre, «jede Neubeschaffung und jede Budgetaufstockung aus allen politischen Lagern zu kritisieren und hinterfragen.»

pd/zim