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Runder Tisch wird einberufen

Im August 2015 haben Markus und Marlis Stadler bei der Baukommission Flüelen (BKF) ein Gesuch zum Einbau von je einem zusätzlichen Fenster an der seeseitigen Westfassade (200 x 82 Zentimeter) und an der Südseite des «Hauses im Ring» gestellt. Die von der BKF um eine Stellungnahme gebetene kantonale Natur- und Heimatschutzkommission (NHSK) kam aufgrund eines Gutachtens zum Schluss, dass ein Fenstereinbau an der Südfassade toleriert werden könne, an der seeseitigen Westfassade jedoch nicht. Die Baukommission entschied in der Folge gemäss NHSK-Haltung.

Die Bauherrschaft akzeptierte diesen Entscheid nicht. Mit ihrer Beschwerde blitzte sie aber beim Gemeinderat ab und gelangte an die Regierung. Diese stellte sich – entgegen dem Antrag der Justizdirektion – auf die Seite der Bauherrschaft und hiess die Beschwerde gut, ohne den BKF-Entscheid formell aufzuheben.

Stadlers sistieren ihre Baugesuche

Das Bundesamt für Kultur (BAK), das «aus Versehen» vom Bauvorhaben erfahren hatte, akzeptierte den Entscheid der Regierung nicht und reichte am 18. Oktober 2016 beim Obergericht des Kantons Uri eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde ein. Eine Woche später teilte Stadler dem Obergericht mit, dass das Baugesuch sistiert werde. Am 15. November folgte auf Gemeindeebene ein revidiertes Baugesuch (160 x 145 Zentimeter), das aber in der Folge ebenfalls sistiert wurde. Schliesslich wurde auf Ersuchen der Bauherrschaft im April 2017 ein runder Tisch einberufen. Daran nahmen neben einem Luzerner Architekten als Gesprächsleiter je drei Vertreter der Bauherrschaft und der NHSK, der verwaltungsexterne Fachexperte, der das Gutachten zum ersten Baugesuch erstellt hatte, der Urner Denkmalpfleger und ein Vertreter des BAK teil. Die Gemeinde Flüelen verzichtete auf eine Teilnahme am runden Tisch. Ziel des Gesprächs war es gemäss Justizdirektorin Heidi Z’graggen, «wesentliche Aspekte des Bauvorhabens, die divergierenden privaten und öffentlichen Interessen und den allfälligen Gestaltungsspielraum der Bauherrschaft zwischen den Beteiligten zu klären sowie das weitere Vorgehen festzulegen». Mit dem Rückzug des ersten Baugesuchs verlor der vom BAK angefochtene Entscheid seine rechtliche Bedeutung. Er wurde deshalb im Januar 2018 formell aufgehoben. Seit dem 16. März liegt das neue Bauvorhaben öffentlich auf. (bar)

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