Ryysboogäbriggä ist bereits eine grosse Attraktion

Die 53 Meter lange Brücke zwischen der Gotthard-Raststätte und dem Hochweg ist bei Velofahrern, Fussgängern und Gästen der Raststätte sehr beliebt. Am Freitag fand die feierliche Einweihung statt.

Paul Gwerder
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Die Gäste der offiziellen Einweihung spazierten nach der Eröffnung gemeinsam über die neue Brücke.

Die Gäste der offiziellen Einweihung spazierten nach der Eröffnung gemeinsam über die neue Brücke.

Bild: Paul Gwerder (Erstfeld, 25. September 2020)

«Wir haben es geschafft – aber dazu brauchte es einen langen Schnauf», sagte Anita Zurfluh, Gemeindepräsidentin von Attinghausen, im Namen der Gemeinden einleitend in der Gotthard-Raststätte. «Eine Brücke verbindet – aber nicht nur die eine Seite mit der anderen. Eine Brücke verbindet Menschen, Gemeinden, Kanton und viele Helferinnen und Helfer.» Sara Fedier von der Tourismus-, Freizeit- und Kulturkommission Schattdorf erklärte: «Wir sind nun seit 10 Jahren an diesem Projekt und es hat viel Überzeugungskraft gekostet, diese Brücke über die Reuss zu bauen.» Der Verein Gottardo Wanderweg hat dieses Bedürfnis aufgenommen und zusammen mit dem Kanton Uri sowie den betroffenen Gemeinden Erstfeld, Schattdorf und Attinghausen eine Projektgruppe gegründet.

Das Alphornduo René Briker und Toni Gerig empfing die Gäste in der Gotthard-Raststätte.

Das Alphornduo René Briker und Toni Gerig empfing die Gäste in der Gotthard-Raststätte.

Bild: Paul Gwerder (Erstfeld, 25. September 2020)

Eröffnet wurde der Anlass mit Alphornklängen von René Briker und Toni Gerig. Zur feierlichen Einweihung sind am regnerischen Freitagnachmittag rund 40 Behördenmitglieder und einige grosszügige Sponsoren gekommen, um bei der offiziellen Übergabe der Ryysboogäbriggä dabei zu sein. Gemeindevizepräsident Josef Zgraggen aus Erstfeld, der zugleich Co-Präsident des Verein Gottardo Wanderweg ist, übernahm die Begrüssung der Gäste. Ein grosses Eröffnungsfest konnte Corona bedingt nicht durchgeführt werden und deshalb ist die neue Brücke in einem kleineren Rahmen der Öffentlichkeit übergeben worden.

Regierungsrat Daniel Furrer zog beim Wettbewerb den glücklichen Gewinner.

Regierungsrat Daniel Furrer zog beim Wettbewerb den glücklichen Gewinner.

Bild: Paul Gwerder (Erstfeld, 25. September 2020)

Den Namenswettbewerb für die Bezeichnung der 53 Meter langen und 1,4 Meter breiten Brücke, welche seit dem 12. August begehbar ist und rund 650'000 Franken gekostet hat, gewann Bruno Arnold. Er durfte einen Gutschein für eine Übernachtung mit seiner Frau Brigitte im Luxushotel The Chedi in Andermatt in Empfang nehmen.

Die Gewinner des Namenswettbewerbs Bruno und Brigitte Arnold gewannen eine Übernachtung im Luxushotel in Andermatt.

Die Gewinner des Namenswettbewerbs Bruno und Brigitte Arnold gewannen eine Übernachtung im Luxushotel in Andermatt.

Bild: Paul Gwerder (Erstfeld, 25. September 2020)

Die Brücke steht genau am richtigen Ort

«Im Verlauf der Jahrhunderte sind immer wieder Übergänge über die Reuss gebaut worden und bei der Ryysboogäbriggä handelt es sich um ungefähr die 76. Brücke», erklärte Regierungsrat Daniel Furrer. Für Bauingenieur Jürg Conzett steht die Brücke genau am richtigen Ort, denn das Wichtigste beim Bau einer Brücke ist der Punkt, bei dem sie anfängt und wo sie aufhört.

«Von hier zur Ripshausner Brücke flussaufwärts und zur Attinghauser Brücke stehen den Wanderer und Velofahrer nun zwei Rundwege zur Verfügung», so der Regierungsrat. Für die Gäste der Gotthardraststätte bietet die attraktive Fussgängerbrücke ein Grund mehr, einen Erholungshalt im Kanton Uri einzulegen. «Die Ryysboogäbriggä beweist, wenn alle am gleichen Strick ziehen, können wir im Kanton Uri gemeinsam sehr viel bewegen», betonte Daniel Furrer.

Die beiden Pfarrer, Viktor Hürlimann und Stefan Lobsiger, segneten die neue Brücke.

Die beiden Pfarrer, Viktor Hürlimann und Stefan Lobsiger, segneten die neue Brücke.

Bild: Paul Gwerder (Erstfeld, 25. September 2020)

Anschliessend segneten der katholische Pfarrer Viktor Hürlimann und der reformierte Pfarrer Stefan Lobsiger die Brücke ein. Dem Wettbewerbsgewinner Bruno Arnold fiel die Ehre zu, das rote Band bei der Brücke zu durchschneiden. Danach liessen es sich die eingeladenen Gäste nicht nehmen, einmal über die Ryysboogäbriggä zu gehen.