Flüelen: SAC und Männerriege trotzen den Wetterprognosen

Die Sommerwanderung von SAC Ortsgruppe und Männerriege Flüelen fand dieses Jahr im Gebiet Glaubenberg statt, und war trotz Nebel ein Erfolg. Vom Regen blieben die Teilnehmer gar ganz verschont.

Georg Epp
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Zielstrebig führte Wanderleiter Franz Muheim (vorne) die Wandergruppe Richtung Fürstein.

Zielstrebig führte Wanderleiter Franz Muheim (vorne) die Wandergruppe Richtung Fürstein.

Georg Epp (Glaubenberg, 11. Juli 2020)

Seit einigen Jahren organisiert der Vorstand der SAC Gotthard, Ortsgruppe Flüelen, zusammen mit der Männerriege Mitte Juli die Sommerwanderung. Weil beide Vereine während der Coronapandemie mehr oder weniger stillgelegt wurden, war die Vorfreude auf die Tour besonders gross. Allerdings waren die Wetterprognosen für den Samstag, 11. Juli, alles andere als gut. Weil sich nur wetterfeste Bergkameraden anmeldeten und Wanderleiter Franz Muheim und seine OK-Kameraden an einen mehr oder weniger trockenen Tag glaubten, wurde die Tour für viele überraschend nicht abgesagt.

Heinz Gisler, der Obmann der Ortsgruppe, freute sich, dass alle 18 Bergkameraden, die sich anmeldeten, auch wirklich pünktlich am Ausgangspunkt erschienen. Bei noch starkem Regen verschob man sich mit Autos in Richtung Glaubenberg. Nach einem Stärkungsgetränk im Berghotel Langis startete die Gruppe ab Passhöhe Glaubenberg die Tour und wie gewünscht brauchte es ab sofort keine Regenkleider mehr.

Der Ausblick vom Fürstein war eine herbe Enttäuschung

Beim Anmarsch zum Schnabel und Sewenseeli gab es gute Austauschgespräche über Bergerlebnisse, Corona und so weiter. Über Ober-Sewen bewältigte die Gruppe 550 Höhenmeter zum Tagesziel Fürstein (2039 M. ü. M) ohne Probleme gemeinsam. Die fantastische Landschaft der Unesco Biosphäre Entlebuch und Obwalden begeisterte, für viele war es ein eher unbekanntes Wandergebiet. Auf dem Gipfel geniesst man normalerweise eine atemberaubende Rundsicht – der Blick reicht vom Pilatus im Nordosten bis zu den Berner Alpen im Südwesten. Dicke Nebelschwaden verhinderten aber diese Rundsicht, Tourenleiter Franz Muheim tröstete die etwas enttäuschten Wanderer mit tollen iPhone-Bildern, die er beim rekognoszieren machte.

Ein guter Gipfelwein darf auch bei Nebel nicht verboten sein, meint Obmann Heinz Gisler.

Ein guter Gipfelwein darf auch bei Nebel nicht verboten sein, meint Obmann Heinz Gisler.

Georg Epp (Glaubenberg, 11. Juli 2020)

Im Nebelmeer den Gipfelwein zu geniessen war für alle Teilnehmer speziell. Durch durchnässte Moorlandschaften setzte man die Rundwanderung fort Richtung Rickhubel – Sewenegg zum Ausgangspunkt Glaubenberg Passhöhe zurück. Die angesagte Marschzeit von 4 Stunden wurde ziemlich genau eingehalten und der ganze Rundweg konnte ohne Regengüsse absolviert werden.

Generalversammlung findet im September statt

Für den Grillabend in Flüelen stellte Vereinskamerad Emil Ziegler einmal mehr seine Lokalitäten in der Ziegelhütte zur Verfügung. Zu diesem Anlass vergrösserte sich die Wandergruppe auf 25 Personen. Als versierter Chef-Grilleur entpuppte sich Obmann Heinz Gisler mit seinen Helfern. Überall war man sich einig, es wäre schade gewesen, die Tour abzusagen. Alle genossen das kameradschaftliche Zusammensein in vollen Zügen. Ältester Teilnehmer war der 81-jährige Franz-Ferdi Infanger und als klar jüngster Bergsportler war Feuerwehrkommandant Christof Walker dabei.

Als Neulinge freuten sich Hanspeter Imhof und Paul Epp aus Seedorf, erstmals dabei zu sein, und die humorvolle Atmosphäre zu geniessen. «Bumi» Bissig, der verletzungshalber auf der Tour fehlte, beglückte die gemischte Wandergruppe mit einem Dessert. Martin Walker, der Präsident der Männerriege Flüelen und Heinz Gisler bedankten sich am Schluss bei allen Helfern, speziell bei Wanderleiter Franz Muheim, Emil Ziegler, Irma Méroz, welche und «Bumi» Bissig.

Die Generalversammlung der SAC Ortsgruppe, die wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, soll am 19. September in kleinerem Rahmen nachgeholt werden.

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