Saisonstart stimmt Urner Bikerin Linda Indergand zufrieden

Linda Indergand hat sich in Spanien beim ersten Aufeinandertreffen der Biker-Weltelite den fünften Platz gesichert.

Josef Mulle
Drucken
Teilen
Beim Rennen in Spanien ist Linda Indergand (rechts) als Fünfte nach Alessandra Keller (links) die zweitbeste Schweizerin.

Beim Rennen in Spanien ist Linda Indergand (rechts) als Fünfte nach Alessandra Keller (links) die zweitbeste Schweizerin.

Bild: PD

Nach intensiven Vorbereitungen auf die Bike-Saison 2020 kam es am vergangenen Wochenende in Spanien bei der Coppa Catalana, ein eigentlicher Mini-Weltcup, zum ersten Aufeinandertreffen der Biker-Weltelite. Swiss Cycling nutzte die Veranstaltung zu einer ersten Standortbestimmung über Form und Verhalten seines Nationalteams nach den harten Trainingsblöcken in den abschliessenden Trainingslagern.

Auf dem sehr kurvenreichen Parcours in Banyoles, nähe Barcelona, zeigten die Schweizer Fahrerinnen und Fahrer bereits beeindruckende Leistungen. Bei den Herren gewann der Brasilianer Henrique Avancini vor den beiden Franzosen Victor Koretzky und Jordan Sarrou. Der junge Schweizer Filippo Colombo düste bei seinem ersten Rennen als Elitefahrer auf den 7. Platz.

Reto Indergand und Fabio Püntener wechseln Team

Der Urner Reto Indergand fuhr auf den 19. Rang und war damit der viertbeste Fahrer von Swiss Cycling. Im Feld der Frauen ging der Sieg überraschend an die Britin Evie Richards, die Haley Batten (USA) und Annie Last (GBR) auf die Plätze verwies. Ausgezeichnet war der Auftritt von Linda Indergand, die hinter Alessandra Keller den fünften Platz belegte, und damit das zweitbeste Resultat der Schweizerinnen bewerkstelligte. «Das erste Zusammentreffen und die dort erreichten Resultate sind immer etwas schwierig, einzuordnen, denn für alle ist es eine Standortbestimmung nach den intensiven Saisonvorbereitungen. Mit meiner Vorstellung darf ich aber zufrieden sein, und es kann ohne weiteres in diesem Stile weitergehen», so das Statement von Linda Indergand.

Mit Beginn der neuen Saison haben sich im Weltzirkus der Biker auch einige Änderungen in den Teams und deren Personalien ergeben. Am stärksten wurde dabei Reto Indergand betroffen, dessen BMC MTB Team aufgelöst wurde, und sich mit dem Team «Absolut Absalon» vereinigt hat. Der dabei als überzählig eingestufte Urner fand aber dank seiner ausgezeichneten Klassierungen und seiner Reputation als Spitzentechniker und Teamplayer sofort wieder Unterschlupf beim Team Trek Factory Racing XC. Linda Indergand startet weiterhin für die deutsche Equipe um Matthias Beck, nur der Team Name wechselte von «Superior» zur neuen Bezeichnung «Pushbikers XC Team». Der dritte Urner Weltcup-Fahrer Fabio Püntener hat sich nach seiner letztjährigen erfolgreichen Saison entschlossen, einen Teamwechsel vorzunehmen, und startet neu mit dem Team Solothurn in die Bike Saison 2020. Etliche Urnerinnen und Urner der IG Radsport Uri haben aufgrund ihrer erbrachten Leistungen Aufnahme in die National- und Förderkader von Swiss Cycling gefunden.