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Sawiris will Mehrheit am Projekt in Andermatt abgeben

Orascom DH wird den Steuerknüppel beim Projekt in Andermatt wieder in die eigenen Hände nehmen. So kauft die Immobilien- und Tourismusgesellschaft von Hauptaktionär und VR-Präsident Samih Sawiris 1 Prozent plus eine Aktie zurück und übernimmt damit eine Mehrheit an der Gesellschaft Andermatt Swiss Alps (ASA).
Der Ägyptische Investor Samih Sawiris möchte die Mehrheit am Projekt in Andermatt wieder abgeben (Archivbild). (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Der Ägyptische Investor Samih Sawiris möchte die Mehrheit am Projekt in Andermatt wieder abgeben (Archivbild). (Bild: KEYSTONE/URS FLUEELER)

(sda/awp)

Der ägyptische Investor hatte im Jahr 2013 seine Kredite in Eigenkapital von Andermatt Swiss Alps umgewandelt und damit eine Mehrheit von 51 Prozent an der Gesellschaft übernommen. «Wir haben diese schwierigen Zeiten nun zum Glück hinter uns gelassen», sagte Samih Sawiris am Mittwoch vor den Medien in Zürich. Es sei nun die Zeit gekommen, die ASA wieder in den Konsolidierungskreis der börsenkotierten Orascom DH aufzunehmen.

Sawiris nimmt im Video Stellung

Schuldenerlass als Bedingung

Die Transaktion soll innerhalb der nächsten zwei Jahre stattfinden. Als Vorbedingung wird Sawiris der Andermatter Gesellschaft Schulden in Höhe von 150 Millionen Franken erlassen. «Da ich weiterhin fast 50 Prozent an ASA halten werde und zudem Hauptaktionär von Orascom DH bin, ist der Verlust für mich nicht so gravierend», so der ägyptische Investor weiter. Sein persönlicher Verlust durch den Erlass liege lediglich bei rund 18 Millionen Franken.

Der Wert für den Anteil an ASA, den Orascom übernehmen wird, ist auf 3,2 Millionen Franken veranschlagt. Laut CEO Khaled Bichara basieren die Konditionen auf einem unabhängigen Bewertungsgutachten für ASA. Für die Investoren soll mit der heutigen Verlautbarung Transparenz und Klarheit bezüglich des Projekts in Andermatt geschaffen werden.

Neue Phase im Andermatt-Projekt

Mit der Eröffnung des Radisson-Hotels im Dezember 2018 und der Verbindung der Skigebiete Andermatt und Sedrun sieht Sawiris das Projekt an einem Wendepunkt angekommen. «Ich sehe Andermatt nun nicht mehr als Projekt, sondern als Destination, welche die kritische Grösse erreicht hat.» Die operativen Geschicke seien nun beim Management von Orascom besser aufgehoben.

Für Orascom, die neben dem Heimmarkt Ägypten auch bei Projekten in Oman und Montenegro engagiert ist, bedeute die volle Konsolidierung von ASA eine weitere geographische Diversifikation, erläuterte CEO Bichara. Er sei zuversichtlich, dass Andermatt schon bald einen Beitrag zur Umsatz und Gewinnentwicklung leisten könne.

Die Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr wird Orascom am 9. April publizieren. Im Jahr 2017 hatte das Unternehmen zwar einen Verlust von 40 Millionen Franken geschrieben, dabei aber erstmals seit Jahren wieder einen positiven Cashflow (19 Mio Fr.) erzielt.

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