SANIERUNG: Gotthard bei Totalsanierung gesperrt

Für eine umfassende Erneuerung des Gotthard-Strassentunnels reichen Nachtsperrungen nicht. Zur Debatte steht ein Bahnverlad sowie jahreszeitlich längere Öffnungszeiten auf der Passstrasse.

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Das Tunnelportal in Göschenen. (Archivbild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Das Tunnelportal in Göschenen. (Archivbild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Die Alterungsschäden des Gotthardtunnels würden mit dem derzeitigen Konzept der Nachtsperrungen nicht verhindert werden können. Dies geht aus dem aktuellen Sanierungskonzept des Bundesamts für Strassen hervor. Auch wenn die Nachtsperrungen deutlich erhöht würden, würden diese nicht reichen, da die Betriebssicherheit nicht mehr gewährleistet wäre: Bauteile wie die Zwischendecke, die Entwässerung, die Stromversorgung und die Lüftung müssten in zusammenhängenden Etappen ausgewechselt werden.

Bahnverlad? Längere Öffnung der Passstrasse?
Wie es in der Medienmitteilung weiter heisst, wird der Bahnverlad sowohl für Personenwagen wie auch für Lastwagen geprüft. Weiter wird unter anderem geprüft, ob die Gotthard-Passstrasse jahreszeitlich länger offen gehalten werden kann. Das ganzjährige Offenhalten des Passes hat sich hingegen als unverhältnismässiger Lösungsansatz erwiesen.

Konkrete Massnahmen
Die wichtigsten Massnahmen am Tunnel seien die Anhebung der Zwischendecke um rund 30 cm auf 4,8 Meter, die Erneuerung des Entwässerungssystems, die Anpassung der sicherheitstechnischen Anlagen sowie die Vergrösserung des Sicherheitsstollens für Werkleitungen.

Mit der Umsetzung dieser Massnahmen wird der Gotthard-Strassentunnel den aktuellen Normen und Sicherheitsanforderungen entsprechen. Damit können grössere bauliche Interventionen während weiteren 25 Jahren vermieden werden.

rem