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SATTEL: Urner Schwinger erkämpfen vier Kränze

Am Schwyzer Kantonalen gelingt dem Seedorfer Andy Murer, Flüelen, der Exploit. Er klassiert sich auf dem dritten Rang und holt seinen elften Kranz. Daniel Arnold, Matthias Herger und Andi Imhof gewinnen ebenfalls einen Kranz.
Paul Gwerder
Der Seedorfer Andy Murer (rechts) vom Schwingklub Flüelen wehrt sich im fünften Gang mit allen Mitteln gegen den Eidgenossen Alex Schuler. (Bild: Paul Gwerder (Sattel, 6. Mai 2018))

Der Seedorfer Andy Murer (rechts) vom Schwingklub Flüelen wehrt sich im fünften Gang mit allen Mitteln gegen den Eidgenossen Alex Schuler. (Bild: Paul Gwerder (Sattel, 6. Mai 2018))

Paul Gwerder

redaktion@urnerzeitung.ch

Bei herrlichem Schwingfestwetter traten am Sonntag 242 Schwinger zum 95. Schwyzer Kantonalschwingfest in Sattel an. Rund 4500 Zuschauer bekamen den ganzen Tag spannende Zweikämpfe zu sehen. Mit fünf Siegen gewann der Nidwaldner Marcel Mathis praktisch in letzter Sekunde das Fest und den Siegerpreis Stier «Kurt» (siehe auch unsere Ausgabe von gestern).

16 Urner Schwinger traten in Sattel zum Wettkampf an. Nach fünf Gängen hatten immer noch sechs davon die Chance, den Schwyzer Kranz zu erkämpfen, aber dazu musste in jedem Fall ein Sieg her. Diesen verpasste Raphael Arnold vom Schwingklub Bürglen gegen einen der Topfavoriten, den Rothenthurmer Eidgenossen Christian Schuler. Ebenfalls auf verlorenem Posten stand der junge Mathias Müller gegen den Entlebucher Remo Vogel.

Einen hervorragenden Wettkampf zeigte der 25-jährige Seedorfer Andy Murer (Schwingklub Flüelen). Der kräftige Turnerschwinger hatte am Abend vier Siegkreuzlein und nur zwei Gestellte auf seinem Notenblatt. Mit den 57,25 Punkten klassierte er sich überraschend auf dem dritten Schlussrang.

Daniel Arnold holt seinen zweiten Kranz

Der gelernte Bauzeichner, der das Studium zum Oberstufenlehrer absolviert, sagte nach dem Kranzgewinn: «Mein stärkster Gegner war der Eidgenosse Alex Schuler, aber ich war überzeugt davon, dass ich gegen ihn nicht verlieren würde, wenn ich nicht zu viel riskierte. Gegen Ueli Zürcher musste ich sauber schwingen, und dies gelang mir dann auch und konnte diesen entscheidenden Gang gewinnen.» Schliesslich konnte Andy Murer am Abend in Flüelen mit seinen Klubkollegen seinen elften Kranz feiern.

Mit seinem spektakulären Sieg, den niemand so recht erwartete, gelang dem 22-jährigen Daniel Arnold aus Bürglen im alles entscheidenden Gang ein Sieg gegen den klaren Favoriten Carlo Gwerder. Mit seinem zweiten Kranzgewinn war der nur knapp 80 Kilogramm schwere Schwinger überglücklich und wurde von seinen Kollegen gefeiert. «Gegen Carlo Gwerder musste ich aufpassen. Er brachte mich einige Male in Schwierigkeiten, obwohl ich versuchte, aus der Defensive zu schwingen. Dann gelang mir der spektakuläre Siegeswurf, indem ich meinen Gegner über den Rücken ‹ableeren› konnte.»

Die beiden stärksten Urner auf dem Papier, Matthias Herger und Andi Imhof, hatten einen schwachen Start erwischt. So verlor Matthias Herger seinen ersten Gang trotz vieler Möglichkeiten gegen Adrian Steinauer, und seinem nächsten Gegner, Ronny Heinzer, musste er ein Unentschieden zugestehen. Aber dann gab Herger Gas und er liess sich vier Siege nacheinander schreiben.

Andi Imhof ist ohne Chance gegen Müllestein

Nach seiner langen Verletzungspause im vergangenen Jahr konnte er nun den 7. Kranz in seiner Karriere gewinnen. «Nach dem zweiten Gang muss ich mich selber an der Nase nehmen, denn gegen Ronny Heinzer wäre mehr drin gelegen. Aber danach wusste ich, dass ich jetzt das Feld von hinten aufrollen muss, und das ist mir gelungen», erklärte er nach dem Wettkampf.

Andi Imhof zeigte die erwartete Leistung. Nur im ersten Gang verlor er diskussionslos gegen den späteren Schlussgangteilnehmer Mike Müllestein durch einen sehenswerten Kurzzug des Schwyzers. Am Schluss klassierte sich Imhof im guten fünften Rang und durfte ebenfalls Eichenlaub mit ins Urnerland zurücknehmen.

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