SBB-Cargo baut in Erstfeld 60 Stellen ab

Im Hinblick auf den neuen Gotthard-Basistunnel plant die SBB in Erstfeld und Biasca Erhaltungs- und Interventionszentren (EIZ). In Erstfeld werden bis zu 60 Stellen gestrichen.

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Bei der SBB Cargo im Depot Erstfeld werden die Arbeiten zurückgefahren. (Bild: Archiv Remo Nägeli / Neue LZ)

Bei der SBB Cargo im Depot Erstfeld werden die Arbeiten zurückgefahren. (Bild: Archiv Remo Nägeli / Neue LZ)

Die SBB haben am Mittwochabend die Bevölkerung in Erstfeld über die im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels stehenden Veränderungen informiert. Heute beschäftigt die SBB am Standort Erstfeld rund 200 Mitarbeiter.

Fest steht laut Medienmitteilung, dass SBB-Cargo in Erstfeld Stellen abbauen wird, anderseits aber im Bereich Infrastruktur neue Stellen geschaffen werden. Die genauen Zahlen seien noch nicht bekannt. Jedoch würden ab Eröffnung des Basistunnels in Erstfeld mindestens 140 Stellen angeboten; das wären 60 weniger als heute.

Abbau über natürliche Fluktuation

Der Stellenabbau soll gemäss SBB hauptsächlich über die natürliche Fluktuation erfolgen. Zudem könnten sich Mitarbeitende auf neue Berufsbilder im EIZ bewerben. Auch würden sie bei der Stellensuche für andere Standorte unterstützt. Bei den nach GAV angestellten Mitarbeitenden werde es keine Entlassungen geben.

Für rasche Eingriffe im Tunnel

Die neuen EIZ werden für den Unterhalt sowie für Störungsbehebungen des neuen Gotthard-Basistunnels gebaut. Ende 2016 werden die ersten Züge durch den Gotthard-Basistunnel rollen. Um den Tunnel warten und reparieren sowie bei Notfällen rasch intervenieren zu können, werden in Erstfeld und Biasca Erhaltungs- und Interventionszentren (EIZ) gebaut.

Anfang 2012 wird laut SBB das Plangenehmigungsverfahren für die beiden Zentren beim Bundesamt für Verkehr (BAV) eingereicht. Anfang 2014 könnte mit den Bauten begonnen werden. Die Bauzeit wird rund zwei Jahre betragen.

Das zweistöckige Unterhaltsgebäude in Erstfeld umfasst Büroarbeitsplätze, Schulungs- und Aufenthaltsräume sowie eine grosse Werkstatthalle. Die Gesamtkosten für den Bau belaufen sich auf rund 60 Millionen Franken. Finanziert wird er vom Bund.

sda