SBB unterstützen Ausbau der Gotthard-Achse

Die Realisierung des 4-Meter-Korridors auf der Gotthard-Achse ist eine entscheidende Voraussetzung, um den Marktanteil der Schiene im alpenquerenden Güterverkehr zu erhöhen. Nun haben die SBB ihre grundsätzliche Unterstützung für die Vernehmlassungsvorlage ausgedrückt.

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Ein SBB-Personenzug fährt auf der Gotthard-Achse durch einen Tunnel in Sisikon. (Bild: Keystone)

Ein SBB-Personenzug fährt auf der Gotthard-Achse durch einen Tunnel in Sisikon. (Bild: Keystone)

Nur durch den Ausbau der Zufahrtsstrecken zu Gotthard- und Ceneri-Basistunnel auf eine Eckhöhe von 4 Metern lassen sich die Marktpotenziale der Neat-Tunnelbauten für den Güter- und Personenverkehr voll ausschöpfen. Deshalb begrüssen die SBB, dass der 4-Meter-Korridor bereits bis zum Ende des Jahres 2020 realisiert werden soll. Die Vorlage des Bundesrats zum Bau und der Finanzierung des 4-Meter-Korridor sendet auch ein klares Signal an die Nachbarländer, schreiben sie in einer Medienmitteilung vom Dienstag. Ohne die Ausbauten in Deutschland und Italien könne der 4-Meter-Korridor seine Wirkung nicht entfalten, zumal die Hauptnachfrage für den kombinierten Verkehr mit 4-Metern Eckhöhe zwischen den Nordseehäfen und der Lombardei bestehe.

Damit der 4-Meter-Korridor rechtzeitig realisiert werden kann, erachten die SBB die Möglichkeit einer Vorfinanzierung von Profilausbauten sowie die Erstellung ausreichender Terminalkapazitäten in Italien als sinnvoll. Allerdings dürfen dadurch geplante Bahnprojekte in der Schweiz nicht verzögert werden.

pd/zim

 

Darum ein 4-Meter-Korridor

Die Verlagerungspolitik von der Strasse auf die Schiene verpflichtet den Bund, den Strassengüterverkehr durch die Alpen zu reduzieren. Um eine Verlagerung auf der Gotthard-Achse erfolgreich weiterführen zu können, sind Massnahmen nötig. Soll die Neue Eisenbahntransversale (Neat) optimal genutzt werden, braucht es – bei Tunnels, Überführungen, Signalbrücken oder Perrondächern bei Bahnhöfen – nördlich wie südlich von Gotthard- und Ceneri-Basistunnel auf den Zufahrtswegen einen Ausbau der Lichtprofile auf 4 Meter Eckhöhe. Während die Lötschberg-Simplon-Achse dieses Profil aufweist, können heute auf der Gotthard-Route nur Container und Sattelauflieger mit 3,84 Metern Eckhöhe befördert werden. Der Bundesrat legt darum eine Vorlage zu Bau und Finanzierung eines 4-Meter-Korridors auf den nördlichen und südlichen Zuläufen zum Gotthard- und Ceneri-Basistunnel vor. Die Basistunnels an Gotthard und Ceneri werden über das notwendige 4-Meter-Profil verfügen.

pd/zim