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Stiftung Behindertenbetriebe Uri prüft Ausbau der Wäscherei

Könnten ab 2024 Menschen mit einer Beeinträchtigung in der Stiftung Behindertenbetriebe Uri (SBU) die Wäsche des Kantonsspitals Uri waschen? Diese Frage soll mit einer Vorstudie bis im Sommer geklärt werden.
Carmen Epp
Die Wäscherei der Stiftung Behindertenbetriebe Uri. (Bild: PD)

Die Wäscherei der Stiftung Behindertenbetriebe Uri. (Bild: PD)

Das Kantonsspital Uri (KSU) plant, den Betrieb der hauseigenen Wäscherei spätestens per Ende 2023 einzustellen. Der Betrieb am aktuellen Standort wird bautechnisch nicht mehr möglich und der Aufbau einer eigenen Wäscherei an einem anderen Standort erscheint aus betriebswirtschaftlicher Sicht keine Variante zu sein.

Für die Spitalführung ist der Erhalt der Arbeitsplätze im Kanton Uri ein zentrales Anliegen, weshalb sie seit dem Vorhaben der Schliessung der hauseigenen Wäscherei aktiv nach einer Urner Lösung sucht.

SBU wurde vom Kantonsspital angefragt

Eine solche Lösung könnte die Stiftung Behindertenbetriebe Uri (SBU) bieten. Deren Geschäftsführer, Thomas Kenel, bestätigt entsprechende Recherchen unserer Zeitung auf Anfrage. Man sei vom KSU bezüglich der möglichen Übernahme der Wäscherei kontaktiert worden, seit anfangs August 2018 laufen «intensive Gespräche».

Das KSU scheint stark auf die SBU zu zählen. Aktuell sei man nur mit der SBU in Kontakt bezüglich Zukunft der Wäscherei, wie Spitaldirektor Fortunat von Planta auf Anfrage sagt. Es sei in jedem Fall das Ziel des KSU, dass die Arbeitsplätze im Kanton Uri bleiben, was mit der Lösung in der SBU gegeben wäre.

Sinnhaft für Menschen mit Beeinträchtigungen

Damit stiess das KSU bei der SBU auf offene Ohren: «Die Geschäftsleitung und der Stiftungsrat finden die Idee prüfenswert und haben eine Vorstudie zur Machbarkeit des Ausbaus der Wäscherei gestartet», sagt Kenel. Für die SBU stünde im Vordergrund, dass neue Arbeitsplätze und Einsatzmöglichkeiten für Menschen mit Beeinträchtigungen geschaffen werden können. Aus Erfahrung wisse man, dass der Betrieb einer Wäscherei ein ideales Umfeld darstelle, so Kenel weiter. Aufgrund der vielen manuellen Tätigkeiten können Menschen mit ganz unterschiedlichen Beeinträchtigungen in die Arbeitsprozesse integriert werden. «Diese sinnhafte Arbeit ist für die Menschen mit Beeinträchtigungen von zentraler Bedeutung für ihre ganze Lebensgestaltung», hält Kenel weiter fest.

Wäscherei-Volumen würde verdreifacht

Heute verarbeitet die SBU jährlich rund 100 Tonnen Wäsche. Nebst der SBU eigenen Wäsche wird die Wäsche des Alters- und Pflegeheims Rüttigarten sowie für einige Industrie- und Gewerbebetriebe gewaschen. Mit dem KSU würde die jährliche Menge auf rund 320 Tonnen erhöht, also verdreifacht. Die teilweise spezifischen Reinigungsvorgaben des KSU benötigen entsprechendes Fachwissen. Dieses würde durch den Übergang der heutigen KSU Mitarbeitenden auf die SBU transferiert werden, führt Kenel weiter aus.

Die aktuell laufende Überprüfung der Machbarkeit werde bis im Sommer 2019 zeigen, ob und in welcher Form künftig die beiden Urner Unternehmen kooperieren könnten. «Für beide sind ideale Bedingungen für die Mitarbeitenden, die finanzielle Tragbarkeit, die Nachhaltigkeit der Investitionen und die Schaffung von Arbeitsplätzen im Kanton Uri von zentraler Bedeutung», hält Kenel weiter fest. «Die gesetzlichen Mitwirkungsrechte der Mitarbeitenden des KSU sind vorbehalten.»

Ausbau für Hotellerie ist Zukunftsmusik

Ob die Wäscherei in der SBU in Schattdorf gar noch weiter ausgebaut werden könnte, um allenfalls auch Hotels wie das «Chedi» oder «Radisson Blu» in Andermatt zu bedienen, liege heute «sehr weit in der Zukunft», so Kenel. Auf jeden Fall müsste die Art der Wäsche von weiteren Kunden zum Segment der SBU passen.

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