SCHÄDLING: Buchsbaumzünsler machen Uri unsicher

Im Urner Unterland treibt der Buchsbaumzünsler in Gartenanlagen sein Unwesen. Der Buchsbaumzünsler ist ein Schmetterling, dessen Raupen durch ihren Blattfrass den Buchsbaum schädigen. Sie stammt ursprünglich aus Ostasien und verbreitet sich momentan rasant in der Schweiz.

Pd/Nop
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Die Raupe eines Buchsbaumzünslers. (Bild: pd (Archiv))

Die Raupe eines Buchsbaumzünslers. (Bild: pd (Archiv))

Der Buchsbaumzünsler breitet sich in den vergangenen Wochen rasant im Urner Unterland aus, wie der Kanton uri mitteilt. Der Buchsbaumzünsler ist ein Schmetterling, der ursprünglich von Ostasien nach Europa eingeschleppt wurde. Die Tiere überwintern als junge Raupen am Strauch zwischen zusammengesponnen Blättern. Im Frühjahr setzen sie ihren Frass fort. Die Jungraupen fressen zuerst nur oberflächlich an den Blättern, mit zunehmendem Alter verzehren sie ganze Blattteile. Da sie zuerst im Innern der Büsche fressen, fällt der Befall erst spät auf, wenn kahlgefressene und verbräunte Stellen oder die Gespinste sichtbar werden. Die Raupen verpuppen sich in einem losen Gespinst im Strauch. Die Raupen sind olivgrün gefärbt und weisen ein charakteristisches schwarzweisses Muster auf.

Der Falter des Buchsbaumzünslers kann kaum mit einer anderen Art verwechselt werden. (Bild: pd (Archiv))

Der Falter des Buchsbaumzünslers kann kaum mit einer anderen Art verwechselt werden. (Bild: pd (Archiv))

Keine Schutzmassnahmen möglich

Präventive Massnahmen zum Schutz der Buchsbäume sind nicht bekannt und es besteht auch keine Bekämpfungspflicht. Um sich vor Frassschäden durch den Buchsbaumzünsler zu schützen verzichtet man vorteilhaft auf das Anpflanzen von Buchs. Alternativen Pflanzenarten zum Buchsbaum können beispielsweise Berberitzen, Stechpalmen oder der Liguster sein.

Bei geringem Befall durch den Buchsbaumzünsler, der frühzeitig erkannt wird, können die Raupen vom Buchsbaum abgesammelt werden. Bei der Entsorgung von befallenen Buchspflanzen ist darauf zu achten, dass diese möglichst der Kehrichtverbrennung zugeführt werden oder fein gehäckselt werden, um eine weitere Verbreitung des Schädlings zu verhindern.

Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL führt eine Verbreitungskarte des Buchsbaumzünslers in der Schweiz.