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SCHATTDORF: Alte Sonderrechte werden nun doch abgetreten

Oberfeld und Gampelen auf dem Haldi sollen von den Älplern wirtschaftlicher genutzt werden. Im vergangenen November wurde ein Antrag, auf Sonderrechte zu verzichten, noch abgelehnt. Nun wurde ein entsprechender Rückkommensantrag klar gutgeheissen.
Ein Güggel auf dem Oberfeld (Symbolbild). (Bild: Florian Arnold/UZ)

Ein Güggel auf dem Oberfeld (Symbolbild). (Bild: Florian Arnold/UZ)

An der Bürgergemeindeversammlung Schattdorf am Donnerstagabend konnte mit 97 Stimmberechtigten ein Grossaufmarsch verzeichnet werden. Der Grund: Drei Älpler haben den Antrag gestellt, auf den Verzicht auf Sonderrechte im Gebiet Oberfeld und Gampelen auf dem Haldi zurückzukommen. Im vergangenen November war ein Antrag, dies zu ändern, noch mit 65 Ja zu 80 Nein (2 Enthaltungen) abgelehnt worden.

Diesmal nun sprach sich mit 74 Ja zu 12 Nein eine klare Mehrheit für den Verzicht auf Sonderrechte auf Oberfeld und Gampelen aus. Die Alpordnung für die nächsten beiden Jahre ist dieselbe wie 2016. Da die Korporation Uri Eigentümerin der Flächen ist, wird an der Korporationsgemeinde im Mai 2019 auf dem Altdorfer Lehn über das Geschäft befunden.

Zu Alpvögten wurden Alois Gisler, Gampelen, und Hans Welti, Oberfeld, gewählt.

Hintergrund für die Sonderrechte: Oberfeld und Gampelen konnten bisher von Schattdorfer und Bürgler Korporationsbürgern als Kuh- und Rinderweide genutzt werden. Es galten spezielle alte Rechte. Die Gebiete waren für Korporationsbürger als sogenannte freie Allmend und Sonderallmend als Heimkuhweide nutzbar.

Neues Konzept soll wirtschaftlicher sein

Ein neues Alpkonzept soll nun eine wirtschaftliche Nutzung ermöglichen, die den heutigen Verhältnissen entspricht. Das bringt es jedoch mit sich, dass künftig weniger Bauern und Älpler ihre Tiere auf den beiden Gebieten weiden lassen können. Auf Gampelen soll ein Alprecht für ein bis zwei Älpler gelten. Den Schattdorfer und den Bürgler Teil des Gebiets Oberfeld sollen vier Pächter bewirtschaften können.

«Der Tenor an der Versammlung war ein wenig gemächlicher als im vergangenen November», stellte Othmar Schuler, Präsident der Korporationsbürgergemeinde Schattdorf, fest. «Es zeigte sich, dass das Alpkonzept 2016 grosse Vorteile hat, obwohl nicht alle Details geklärt sind.» So muss insbesondere darüber entschieden werden, wie verschiedene Gebäude im Alpgebiet vermietet, umgenutzt respektive abgegolten werden können.

Alles in allem habe sich die Ausgangslage verändert. «Die Älpler haben gemerkt, dass es nicht so einfach ist, das Rad der Zeit zurückzudrehen», sagte Schuler. Daher kam es auch zum Antrag der Älpler auf ein Rückkommen.

Adrian Zgraggen vom Korporationsbürgerrat Schattdorf und Damian Gisler, Vorsteher des Amts für Landwirtschaft, zeigten auf, was im Zusammenhang mit den Sonderrechten respektive mit der Abtretung derselben zu beachten ist.

Eingezäunte Parkplätze sorgen für Unmut

Zu reden gaben an der Versammlung auch die Parkplätze beim Pfrundmätteli bei der Kirche, die nicht mehr zur Verfügung stehen. Das Land wurde eingezäunt. Kirchgänger müssen auf andere Parkplätze ausweichen. Dies erfolgte im Zusammenhang mit einem Mieterwechsel. Othmar Schuler betonte, dass man mit dem Kirchenrat in Kontakt sei.

Die Gemeinde habe eine Parkplatzbewirtschaftung eingeführt. Beim Pfrundmätteli gebe es die einzigen Parkplätze, auf denen keine Beschränkungen gelten würden. Aus der Versammlung wurde angeregt, den Platz sinnvoll zu nutzen und ebenfalls eine Parkplatzbewirtschaftung ins Auge zu fassen.

Die von Verwalter Markus Arnold vorgestellten Rechnungsablagen wurden alle gutgeheissen. Die Waldverwaltung schliesst mit einem Verlust von 87160 Franken ab. Bürgerratsmitglied Beat Zgraggen stellte die Schlussabrechnung der Sanierung der Lehnstrasse vor. Diese schliesst mit 286640 Franken ab. Damit wird der Kredit um 6640 Franken überstiegen.

Hubert Gamma, Leiter im Forstbetrieb Schattdorf–Bürglen, zeigte auf, dass im vergangenen Jahr im Schattdorfer Wald rund 8000 Stunden gearbeitet wurde. Es wurden rund 1500 Kubikmeter Holz geschlagen. Sorgen bereiten die tiefen Holzpreise. Die Hauptarbeit wird für die Schutzwaldpflege verrichtet. «Der Gesundheitszustand des Bannwaldes wird durch den starken Mistelbefall zusehends schlechter», sagte Gamma.

Markus Zwyssig

urnerzeitung@urnerzeitung.ch

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