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Schattdorf budgetiert Defizit in Millionenhöhe

Sehr hohe Abschreibungen und tiefere Steuereinnahmen bei den juristischen Personen stechen beim Gemeindebudget 2019 ins Auge. Laut Gemeinderat ist das Defizit verkraftbar.
Markus Zwyssig
Am stärksten ins Gewicht fallen bei den Abschreibungen die neuen Schulanlagen Gräwimatt. (Bild: Urs Hanhart (14. September 2017))

Am stärksten ins Gewicht fallen bei den Abschreibungen die neuen Schulanlagen Gräwimatt. (Bild: Urs Hanhart (14. September 2017))

Schattdorf rechnet im kommenden Jahr mit roten Zahlen. Bei einem Aufwand von 18,468 Millionen Franken und einem Ertrag von 17,296 Millionen Franken wird ein Defizit von 1,172 Millionen Franken erwartet. Die ordentlichen Abschreibungen, die insbesondere bei den neuen Schulanlagen Gräwimatt anfallen, sind beträchtlich: Sie belaufen sich auf 2,317 Millionen Franken.

Das budgetierte Ergebnis präsentiert sich schlechter als im letzten Finanzplan vorgesehen. Dies hauptsächlich wegen tieferen Steuereinnahmen bei den juristischen Personen. «Im Vergleich zum Vorjahr werden diesmal rund 600’000 Franken weniger erwartet», sagt Verwalter Urban Renggli auf Anfrage. «Die budgetierte Zahl liegt im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.»

Neuer Mitarbeiter wird angestellt

Die 2017 von einer externen Firma erstellte Organisationsanalyse hat gezeigt, dass für die Erfüllung aller gesetzlicher Aufgaben, aktuellen sowie neuen Hoch-/Tiefbau- und Raumplanungsprojekten, der steigenden Sozialfälle und des Bevölkerungswachstums mehr Personalressourcen notwendig sind. Daher soll 2019 im Bereich Verkehr und Raumplanung ein neuer Mitarbeiter angestellt werden. In diesem Bereich kommen in den nächsten Jahren herausfordernde und komplexe Projekte auf Schattdorf zu.

Schattdorf investiert fast 3 Millionen Franken

Im Bereich Bildung werden höhere Kosten von rund 250’000 Franken erwartet. Die Zahl der Schüler steigt in Schattdorf nach wie vor an. Für das Schuljahr 2018/19 wurde ein sechster Kindergarten geschaffen und auf der Oberstufe sind neu alle Stufen dreifach geführt. Dies führt zu Neuanstellungen bei den Lehrpersonen. Der Sach- und übrige Betriebsaufwand konnte gegenüber dem letzten Budget um 7,6 Prozent gesenkt werden. Die Fallzahlen beim Sozialdienst Uri Ost sind weiterhin auf hohem Niveau. Für die wirtschaftliche Sozialhilfe mussten die Kosten erhöht werden. Die Investitionsrechnung weist Nettoausgaben von 2,9 Millionen Franken auf. Für die Abschlussarbeiten bei der Umgebung der Schulanlagen wird mit 399’000 Franken gerechnet.

Der Friedhof wird neu gestaltet. Die Erstellung eines Urnenhains und eines Engelfriedhofs sind mit 210’000 Franken vorgesehen. Aufgrund von Einsprachen musste die Sanierung der Umfahrungsstrasse auf 2019 verschoben werden. Die Arbeiten werden die Gemeinde rund 750’000 Franken kosten. Die Teilsanierung der Zivilschutzanlage Gräwimatt konnte wegen Abklärungen mit Kanton und Bund nicht wie vorgesehen abgewickelt werden. Der Grossteil der Arbeiten kann erst 2019 ausgeführt werden und dürfte der Gemeinde Kosten von 60’000 bis 70’000 Franken verursachen. Im Budget ist zudem der vom Volk an der Urne beschlossene Investitionsbeitrag von 950’000 Franken an die Umrüstung des vom FC Schattdorf genutzten Sportplatzes Grüner Wald in einen Kunstrasen enthalten. Das Projekt Entwicklungsschwerpunkt Arbeitsplatzgebiet Schattdorf wird fortgesetzt. In den budgetierten 65’000 Franken ist auch die Zonenplanrevision für diesen Perimeter enthalten.

«Trotz des ausgewiesenen Verlusts ist das Budget 2019 verkraftbar», erklärt Urban Renggli. Die Eigenkapitalbasis der Gemeinde liegt bei rund 10,8 Millionen Franken. Der Steuerfuss in der Gemeinde Schattdorf soll unverändert bei 91 Prozent bleiben. Auch der Kapitalsteuersatz soll nach wie vor 0,01 Promille betragen. Die Rechnungsprüfungskommission unterstützt den Antrag des Gemeinderates.

Hinweis: Die offene Dorfgemeinde findet am Montag, 26. November, um 19.30 Uhr in der Aula des Gräwimattschulhauses statt.

Wahlen stehen an

Neben dem Budget der Einwohnergemeinde wird auch über den Voranschlag der Wasserversorgung beraten, welcher einen Aufwandüberschuss von 152’200 Franken vorsieht. Wahlen in den Regionalen Sozialrat Uri Ost, in die Baukommission, die Rechnungsprüfungskommission sowie die Wasserkommission stehen an. Die Demission eingereicht haben: Patrick Schmidt, Mitglied der Baukommission; Peter Walker, Präsident der Rechnungsprüfungskommission, und Marco Grepper, Mitglied der Wasserkommission. Abgestimmt wird über einen neuen Gesellschaftsvertrag für das Rechenzentrum Altdorf. Beteiligt sind die Gemeinden Schattdorf, Altdorf, Attinghausen, Bürglen, Flüelen und Seedorf. Zudem wird über elf Einbürgerungen abgestimmt. (MZ)

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